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Landessynode 2012

Theologische Fragen, organisatorische Grundlagen

Bedeutet das Recht auf Leben auch eine Pflicht zum Leben? Diese und andere Fragen zur Sorge für Sterbende werden in der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) zukünftig weiter diskutiert.

Abschlusspressekonferenz der Landessynode 2012 mit Vizepräses Bosse-Huber, Präses Schneider und Vizepräsident Drägert.

Abschlusspressekonferenz der Landessynode 2012 mit Vizepräses Bosse-Huber, Präses Schneider und Vizepräsident Drägert.

Das kündigte Vizepräses Petra Bosse-Huber am letzten Tag der Landessynode in Bad Neuenahr an. „Zeit zu leben, Zeit zu sterben“ war theologisches Thema der Synode gewesen, beleuchtet unter anderem durch einen Vortrag von Professor Dr. Ulrich Körtner von der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien und Gastbeiträge aus Belgien und der Schweiz. „Es war das Aufregendste an dieser Synode, festzustellen, dass wir nicht auf alles Antworten haben“, sagte Bosse-Huber, „sondern dass wir gemeinsam auf der Suche sind nach der Orientierung, die die Bibel gibt.“

Am Ende der Suche werde sicher keine normierte Handlungsanweisung stehen, vielleicht aber ein gemeinsames theologisches Fundament. Die 219 Synodalen hatten sich nicht nur mit theologischen Fragen zu befassen. Themen wie die Reform der kirchlichen Verwaltungsstrukturen und die Personalplanung in den Kirchengemeinden standen ebenfalls auf den umfangreichen Tagesordnungen. „Wir haben Entscheidungen getroffen, die Grundlage für die Arbeit der kommenden Jahre und Jahrzehnte sein werden“, stellte Christian Drägert fest, Vizepräsident der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Präses Nikolaus Schneider.

Der Präses der Landeskirche Dr. h. c. Nikolaus Schneider betonte, er sei dankbar, dass die Synodalen den Vertrauensverlust in Folge des Finanzskandals um die kircheneigene bbz GmbH (Beihilfe- und Bezügezentrum) nicht auf andere Themen ausgeweitet hätten.

Freude habe ihm der ökumenische Akzent des Treffens gemacht. „Weihbischof Manfred Melzer hat mit seinem Grußwort das Herz der Synodalen berührt“, sagte Schneider. Am Freitagmorgen hatte zudem der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann die Morgenandacht gehalten – das erste Mal, dass ein römisch-katholischer Bischof eine Andacht vor dem Leitungsgremium der rheinischen Landeskirche hielt.

ekir.de / roß, neu / 13.01.2012