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Präses Manfred Rekowski bei der Auftaktpressekonferenz der Landessynode 2014.

Präses Manfred Rekowski bei der Auftaktpressekonferenz der Landessynode 2014.

Landessynode 2014

"Nur dabei sein, ist nicht alles"

Aufgabenkritik, Zukunft der Kirche und Ökumene waren Themen der Pressekonferenz zum Präsesbericht auf der Landessynode. Vor allem interessierte die Journalisten, welche Weichen für die Zukunft der rheinischen Kirche jetzt gesetzt werden sollen.

Die Kirche lebe von relevanten Inhalten, für die sie einstehe. Nur so sei sie glaubwürdig, erklärte Präses Manfred Rekowski. In der Vergangenheit habe die rheinische Kirche stark auf institutionelle Präsenz gesetzt und nicht nach der Wirkung gefragt. „Es nützt nichts, topausgestattete Einrichtungen zu haben, wenn es nicht gelingt, in Kontakt mit Menschen zu treten. Nur dabei sein, ist nicht alles.“

Für die Zukunft der rheinischen Kirche hat er keinen Masterplan.„Es ist eine Suchbewegung, an der ich mich beteilige.“ Bei den Überlegungen gebe es keine strukturellen Tabus, so seien zum Beispiel auch Kooperationen mit anderen Landeskirchen denkbar. Auf die Frage nach Überlegungen zu Fusionen mit Nachbarkirchen antwortete Rekowski: „Die rheinische Kirche ist mit mehr als zwei Millionen Mitgliedern immer noch die zweitgrößte Landeskirche und sicherlich nicht die erste, die über Fusionen nachdenken muss.“ Bei grundsätzlichen Strukturfragen würde es aber nicht schaden, auch mal rechts und links zu gucken. Bei Themen wie Kirchenrecht oder Klimafragen könne vielleicht über Kirchengrenzen hinweg zusammengearbeitet werden.

„Ökumene ist Christenpflicht und keine Kür, die man machen kann oder nicht“, betonte der Präses der rheinischen Kirche. In Bezug auf das Verhältnis zur katholischen Kirche erklärte er, dass es durchaus Grundsatzfragen gebe, „bei denen wir weit auseinander liegen“. Allerdings sei das auch von Bistum zu Bistum unterschiedlich. Bezüglich der Einladung zur Teilnahme am Reformationsjubiläum gebe es jedoch durchweg positive Rückmeldungen.

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ekir.de / cs, Foto: Hans-Jürgen Vollrath / 17.01.2014


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