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Manfred Rekowski, ekir

Der neu gewählte Präses der rheinischen Kirche Manfred Rekowski

Landessynode 2013

Auch mit Stolz beim neuen Amt

„Erster Sprecher einer vitalen Kirche, die nahe bei den Menschen ist und vielfältige, gute Arbeit leistet“, so beschrieb sich der neu gewählte Präses Manfred Rekowski vor rund fünfzig Journalisten.

„Ich empfinde auch ein wenig Stolz, Sprecher einer solchen Kirche zu sein.“ Denn die rheinische Kirche sei gut aufgestellt, leiste ausgesprochen gute Arbeit, sei nahe bei den Menschen und sehe die gesellschaftlichen Herausforderungen, so Rekowski.

Konkrete Schwerpunkte seiner Arbeit nannte der gewählte Präses nicht. In der Kirche habe der Präses keinen „Masterplan“, sondern er müsse hinhören, Themen wahrnehmen und Akzente setzen. „Ich bin ein Mensch, der dann situationsgerecht aktiv wird.“ Natürlich sei er von seiner Arbeit in Wuppertal geprägt, wo ein Drittel der Kinder von Hartz IV leben. Und das sei ja an anderen Orten auch so. „Die Themen Bildungsgerechtigkeit und Teilhabegerechtigkeit sind sicher dran“, betonte er.

"Reformbereite und reformfähige Kirche"

Zwar trage seine Wahl nicht zur Frauenförderung bei, aber dennoch sei er sensibel in Genderfragen, versicherte er auf Nachfrage. Er ging auf kircheninterne Schwierigkeiten ein, so den Vertrauensverlust durch die Geschehnisse um die bbz. „Großorganisationen, wie auch wir eine sind, haben immer wieder Phasen, in denen sie sich neu sortieren und organisieren müssen. Aber wir sind lernfähig, die rheinische Kirche ist eine reformbereite und reformfähige Kirche“, sagte er.

Rekowski sprach von einer „Ökumene der Umkehrbereiten“. Nicht nur auf Defizite sollte geschaut werden, sondern auf den Grund des Glaubens und damit auf das, was die Kirchen miteinander verbindet. Allerdings brauche Ökumene viel Geduld. „Das ist ein Langstreckenlauf, gegen den ein Marathon eine Kurzstrecke ist.“ Im Miteinander sollten die Kirchen konkret handeln und könnten so in ökumenischer Gemeinschaft viel bewegen, erklärte er.

„Ich werde keine Kopie von Nikolaus Schneider sein, den ich als Person und Präses sehr schätze“, versicherte er. Auch wenn ihn mit dem noch amtierenden Präses „eine situationsgerechte Präsenz“ verbinde, werde er das Amt auf seine eigene Weise führen und auch in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) das Rheinland vertreten.

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ekir.de / pas, Foto: Hans-Jürgen Vollrath / 10.01.2013


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