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Leitender Jurist der rheinischen Kirche gegen neue Ladenöffnungszeiten

Vizepräsident Christian Drägert: „Das Leben soll mehr sein als Arbeit“

Pressemitteilung Nr. 188 / 2006

"Wer den Sonn- und Feiertagsschutz auf dem Hochaltar purer Wirtschaftsinteressen opfert, muss wissen, dass darauf kein Segen liegt." Mit klaren Worten wendet sich der leitende Jurist der Evangelischen Kirche im Rheinland, Vizepräsident Christian Drägert, gegen die neuen Ladenschlussgesetze, mit denen immer mehr Bundesländer auch Sonntage als Einkaufstage freigeben. Auch die von der CDU-geführten Landesregierung in Nordrhein-Westfalen durchgesetzte Neuregelung stößt auf Kritik: "Zwar wird der Sonntag hier noch geschützt, aber wenn nun die Ladenöffnung an Samstagen bis Mitternacht erlaubt ist, ist der Sonntag doch für Verkaufspersonal wie Kunden gelaufen", so Drägert.

Die Kirchen wendeten sich nicht allein aus eigenem Interesse gegen die Aushöhlung des Sonn- und Feiertagsschutzes. "Gottesdienste können wir auch ohne staatlichen Schutz feiern", macht der Kirchenjurist deutlich: "Was hier von den Politikerinnen und Politikern leichtfertig zur Disposition gestellt wird, ist eines der wichtigsten Kulturgüter, das die jüdisch-christliche Tradition hervorgebracht hat. Hier geht es um einen Ruhetag, den Gott in den Zehn Geboten allen Menschen zum Wohl gestiftet hat. Die Botschaft des Sabbats heißt: ,Das Leben soll mehr sein als Arbeit und Plage‘", stellt Christian Drägert klar. Dass in NRW ,nur‘ bis zu vier verkaufsoffene Sonntage möglich seien, klinge vordergründig gut, "bei genauerer Betrachtung sieht man dann aber, dass diese Zahl für jeden Stadtteil bzw. jeden Stadtbezirk gilt. Und das summiert sich dann gewaltig". Auch dies könne als Indiz dafür gewertet werden, dass hier "nach der sattsam bekannten Salami-Taktik nach und nach immer mehr von den Sonn- und Feiertagen abgeschnitten werden wird".

"Es kann doch nicht sein, dass die Politik sehenden Auges der totalen Ökonomisierung des Lebens Tor und Tür öffnet. Wir als Kirchen werden im Advent daran festhalten, nicht den Herren des Handels, sondern dem Herrn der Welt die Türen hoch und die Tore weit zu machen." Drägert machte sich dafür stark, die im Rheinland entwickelte Plakatkampagne zum Sonntagsschutz, die im Jahr 2000 EKD-weit durchgeführt wurde, wieder zu beleben. "Ohne Sonntag gibt’s nur noch Werktage", so damals der Slogan der erfolgreichen Aktion.

 

 

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 5. Dezember 2006. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 5. Dezember 2006. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle /



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