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Meldung vom 17.12.02

Evangelische Friedensgottesdienste gegen Irak-Krieg geplant

Die evangelische Kirche will mit Friedensgottesdiensten gegen einen Irak-Krieg protestieren.

Die Ablehnung eines solchen Krieges müsse öffentlich zum Ausdruck gebracht werden, forderte der rheinische Präses und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Manfred Kock, am Montagabend vor Journalisten in Düsseldorf. "Ich bin davon überzeugt, dass die Menschen in unserem Land keinen Krieg wollen."

Er hoffe, dass die Bundesregierung stark genug sei, um eine Beteiligung Deutschlands an einem möglichen Krieg zu verhindern. Kock bekräftigte seine Kritik an den Kriegsvorbereitungen der USA. Es gebe eine "Marketingstrategie, diesen Krieg für führbar oder geboten zu erklären."

Kock teilte mit, dass die rheinische Kirche derzeit die Kollaboration der damaligen Kirchenregierung mit den Nationalsozialisten erforscht. Zahlreiche Mitarbeiter seien damals von ihrer Kirche "schikaniert und zwangsentlassen" worden. In den Archiven wurden bislang etwa 180 bis 200 Fälle vor allem von Pfarrern gefunden, die etwa wegen jüdischer Herkunft, Behinderung oder "Aufsässigkeit" verfolgt wurden.

Kock unterstützt das Projekt persönlich mit 5.000 Euro, die er als Preisträger des diesjährigen Hans-Ehrenberg-Preises erhalten hat. Der Anstoß zu den Untersuchungen war von der Basisbewegung "Solidarische Kirche" gekommen.

Beim Umgang mit sexuellen Partnerschaften wandte sich Kock gegen Schwarz-Weiß-Malerei. Die Segnung homosexueller Paare sei weder eine große Errungenschaft noch "das Furchtbarste und Grausamste", wie es von evangelikaler Seite teilweise dargestellt werde. Es gehe um eine unterschiedliche Auslegung der Bibel. "Ich wünsche mir, dass wir diesen Dissens aushalten", sagte Kock.

Er kritisierte deshalb die Entscheidung der Landeskirchen Berlin-Brandenburg, Pfalz und Hessen-Nassau für eine Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. In einer solchen ethischen Frage könne nicht "durch Synodalentscheidung eine Haltung für absolut richtig und die andere für absolut falsch" erklärt werden. (17.12.02)

 

 

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 17. Dezember 2002. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 17. Dezember 2002. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

Düsseldorf (epd) /



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