Pressearchiv
  • Pressearchiv 2017
    mehr
  • Pressearchiv 2016
    mehr
  • Pressearchiv 2015
    mehr
  • Pressearchiv 2014
    mehr
  • Pressearchiv 2013
    mehr
  • Pressearchiv 2012
    mehr
  • Pressearchiv 2011
    mehr
  • Pressearchiv 2010
    mehr
  • Pressearchiv 2009
    mehr
  • Pressearchiv 2008
    mehr
  • Pressearchiv 2007
    mehr
  • Pressearchiv 2006
    mehr
  • Pressearchiv 2005
    mehr
  • Pressearchiv 2004
    mehr
  • Pressearchiv 2003
    mehr
  • Pressearchiv 2002
    mehr
  • Pressearchiv 2001
    mehr
  • Pressearchiv 2000
    mehr

Pressekontakt

Pressestelle
Hans-Böckler-Straße 7
40476 Düsseldorf
Tel.: 0211 - 4562-373
Fax: 0211 - 4562-490
Mail pressestelle@ekir.de

> weitere Informationen

Kock an Präsidenten Indonesiens: Gegen Kirchen-Attentäter unerschrocken vorgehen

EKD-Ratsvorsitzender: In Neujahrsgottesdiensten für Opfer der Gewalt beten

Hannover - Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Manfred Kock, hat den indonesischen Staatspräsidenten Abdurrahman Wahid ermutigt, unerschrocken gegen die Schuldigen an den Bombenanschlägen gegen christliche Kirchen vorzugehen. Bei den Attentaten waren am Heiligen Abend in verschiedenen Teilen Indonesiens 15 evangelische und katholische Kirchgänger getötet und 47 verletzt worden, einige davon schwer. In einem gestern (28. Dezember) per Telefax übermittelten Brief an Wahid schrieb Kock, diejenigen die die "schrecklichen Grausamkeiten" gegen die christliche Gemeinschaft verübt haben, müssten zur Verantwortung gezogen, verfolgt und abgeurteilt werden.

Zugleich ruft der EKD-Ratsvorsitzende die evangelischen Kirchengemeinden in Deutschland dazu auf, in den Neujahrsgottesdiensten für die Opfer der Attentate zu beten und der Situation in Indonesien zu gedenken. Christen und Kirchen in Deutschland "trauern mit den Familien, die ihre Lieben durch diese heimtückischen Anschläge verloren haben", schrieb Kock an den indonesischen Staatspräsidenten. Der Ratsvorsitzende wörtlich: "Wir beten auch dafür, dass die intensiven Anstrengungen beider Seiten, Christen und Muslime, sich nicht durch Hass irreleiten zu lassen und nicht Vergeltung zu üben, sondern in der aufgeheizten Atmosphäre Wege der Versöhnung zu finden, erfolgreich sein mögen."

Kock, der bereits im Mai in Djakarta mit Wahid über die Gewalt zwischen Angehörigen beider Religionen gesprochen hatte, wies in seinem Brief an den Präsidenten auf die Tatsache hin, dass die Bombenanschläge mit "professioneller Präzision" und zeitgleich in verschiedenen Teilen Indonesiens verübt wurden. Dies zeige, dass eine "starke Organisation mit dem entsprechenden logistischen Netzwerk" hinter den Attacken stehe. Die wahren Schuldigen seien demzufolge nicht in den Religionsgemeinschaften zu finden, jedoch werde - wie in vergleichbaren früheren Fällen - Religion für politische Zwecke instrumentalisiert. Verschiedene indonesische Quellen hatten in jüngster Zeit die Vermutung geäußert, Kreise des Militärs stünden hinter solchen Gewalttaten, um die Regierung Wahid zu destabilisieren.

In einem weiteren Schreiben an den Vorsitzenden und den Generalsekretär des Protestantischen Kirchenrates Indonesiens (PGI), Rev. Dr. Natan Setiabudi und Rev. Dr. Ishak Lambé, ermutigt Präses Kock die protestantischen Kirchen, ihren Einfluss in der Gesellschaft zur Geltung zu bringen. Er bete für den Erfolg der von den Kirchen getragenen Versöhnungsbemühungen, ihrer Appelle an die indonesische Regierung und der Hilfsmaßnahmen für die Opfer der jüngsten Anschläge.

 

 

 

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 3. April 2002. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 3. April 2002. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

29.12.2000



© 2017, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.