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Präses Kock hält Festvortrag:

Laien sind in Kirche und Diakonie unentbehrlich

Düsseldorf - Die Bedeutung der Laienarbeit in Kirche und Diakonie würdigte Manfred Kock, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), heute in einem Festvortrag zum 75jährigen Jubiläum der evangelischen Krankenhausverbandsarbeit in Mülheim an der Ruhr. Die Welterfahrung der sogenannten Laien befähige diese in besonderem Maße zur Mitarbeit in der Kirche und ihren Leitungsgremien.

Dass unter den Hauptamtlichen in Leitungsgremien Frauen immer noch die Minderheit seien, habe nichts damit zu tun, dass es nicht genügend qualifizierte Frauen gäbe. "Es liegt zum Beispiel auch daran, dass viele Frauen privat nicht die Unterstützung erfahren, die sie, wenn sie Familie haben, auf jeden Fall brauchen, falls sie sich in einem Leitungsamt bewähren wollen," so Kock. Auch Ehrenamtliche in kirchenleitenden Gremien brauchten diese Unterstützung.

Die Laien seien unentbehrlich, und zwar nicht nur mit ihrer im Beruf erworbenen Kompetenz. Die Erfahrungen als Männer, Frauen, Eltern, Kinder, Erwerbstätige und Arbeitslose, Gesunde und Behinderte, Berater und Beter seien gefragt, ebenso ihre theologische Kompetenz. Es sei eine falsche Alternative, Leitung in der Kirche als Dominanz der Theologie und Leitung in der Diakonie als Management einer weltlichen Institution zu verstehen, so Kock.

Der Präses hob hervor, dass die rheinische Kirche das Amt der Laien schon lange fördere und zwar nicht wegen knapper Finanzmittel. "Das trifft nicht zu. Es geht vielmehr darum, die Kirche vor klerikaler Enge zu schützen. Es geht um eine Besinnung auf die mündige Gemeinde, in der Laien entscheidend am kirchlichen Leben teilhaben. Es geht um Kompetenzen und Zugänge zur Welt, die den Ordinierten oft verschlossen bleiben," sagte Kock.

Nach evangelischem Verständnis gibt es keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen Pfarrerinnen und Pfarrern einerseits und Laien andererseits. Der Präses betonte in seinem Vortrag: "Die Trennlinie verläuft zwischen den Getauften und Ungetauften, nicht innerhalb der Gemeinde der Getauften". In der Kirchenordnung werde der Begriff der "Laien" gar nicht verwendet, geredet würde von Gemeindegliedern in den verschiedenen Diensten, zum Beispiel von den Ordinierten und den anderen Mitgliedern des Presbyteriums, des Leitungsorgans der Gemeinde.

Kock betonte, dass ehrenamtliche Arbeit für die Kirche zu würdigen und nicht stillschweigend als selbstverständlich zu betrachten sei. Laienarbeit in Kirche und Diakonie sei in weiten Bereichen ehrenamtliche Arbeit. Über 70 Prozent der 96.000 Ehrenamtlichen in den rheinischen Kirchengemeinden seien Frauen, in den sozialen Arbeitsfeldern sogar fast 90 Prozent.

 

 

 

 

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 25. März 2002. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 25. März 2002. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

19.12.2000



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