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Tel.: 0211 - 4562-373
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Landessynode arbeitet weiter am Thema

Selbstverpflichtung und Aktionsplan zur Globalisierung werden weiter konkretisiert

Pressemitteilung Nr. 48/2009

Die Globalisierung und ihre Folgen - Schwerpunktthema der vergangenen Synode – hat auch die diesjährige Tagung des obersten Leitungsgremiums der rheinischen Kirche beschäftigt. Einen umfangreichen Fortschritts- und Rechenschaftsbericht zur Globalisierung nahm die Synode heute Mittag zustimmend zur Kenntnis. Es geht um ein hohes und dauerhaft anzustrebendes Ziel: die Option für Arme, Schwache und Entrechtete, die Gestaltung des Konziliaren Prozesses (Gerechtigkeit, Frieden und Schöpfungsbewahrung) und die Entwicklung von Alternativen zu personaler und struktureller Gewalt. "Zurückweichen, Opportunismus und Ängstlichkeit allein sind für Christenmenschen keine Optionen. Schweigen ist Sünde. Handeln ist Pflicht", heißt es in dem Beschluss der Synode vom 11. Januar 2008, und weiter: "Die Arbeit ist nicht damit getan, ein Papier zu verabschieden. Es müssen Taten folgen."

Dieser Selbstverpflichtung entsprechend wurde der Bericht um zusätzliche Handlungsvorschläge und Empfehlungen zur Weiterarbeit an den Themenfeldern Arbeit, Ethisches Investment, Frieden – Entwicklung – Sicherheit, Landwirtschaft, Klimawandel, Konsum und Migration ergänzt. Hinzugefügt wurden die Themenfelder Bildung und Gesundheit.

Die Themenfelder im einzelnen:

  • Arbeit: u.a. Befürwortung eines gesetzlichen Mindestlohns, gekoppelt mit bildungs-, familien-, sozial-, steuer- und ordnungspolitischen Maßnahmen
  • Ethisches Investment: u.a. stärkere Nutzung und Fortschreibung von Ethikfiltern
  • Frieden – Entwicklung – Sicherheit: u.a. Verstärkung der Lobby- und Advocacy-Arbeit im Rahmen der Überarbeitung der Europäischen Sicherheitsstrategie und Unterstützung des ÖRK, der im Mai 2011 die Dekade zur Überwindung von Gewalt mit einer Internationalen Friedenskonvokation beenden wird.
  • Landwirtschaft: u.a. Unterstützung des regionalen ökologischen Landbaus, z.B. durch Empfehlung eines Musterpachtvertrages, der einen ökologisch verträglichen und nachhaltigen Landbau festschreibt
  • Klimawandel: u.a. Beitritt zur Klimaplattform, Anschaffung umweltgerechter Dienstwagen und Begrüßung der Klimaschutzabgabe bei dienstlichen Flugreisen
  • Konsum: u.a. Erarbeitung einer Studie zum Verhältnis von Sparzwängen bzw. Effizienzlogik und der Notwendigkeit, ökologisch hergestellte und nachhaltig nutzbare Produkte zu verwenden, dazu auch Erstellung einer Handreichung für Kirchengemeinden, Einrichtungen und Verwaltungen, Coca-Cola Boykott
  • Migration: die Fortführung dieses Arbeitsbereichs wird für dringend notwendig gehalten
  • Bildung: einer ergänzende "Stellungnahme" zum Katalog von 2008 wurde zugestimmt
  • Gesundheit: an diesem Themenfeld soll weiter gearbeitet werden.

Welche Maßnahmen besonders gut gelingen oder welche zu ergänzen sind, wird sich zeigen. Die umfangreiche praktische Weiterarbeit am Globalisierungsprozess geht weiter. Die rheinische Kirche befasst sich seit zehn Jahren immer wieder mit den Herausforderungen der Globalisierung, anfangs meist unter wirtschaftlicher Betrachtung. Die Landessynode 2008 hat den Grundstein für eine theologisch-ethische Positionierung gelegt, nach der nun gearbeitet wird. Sie hat entschieden, dass ihr die Kirchenleitung jedes Jahr einen Fortschritts- und Rechenschaftsbericht vorlegt.

 

 

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 16. Januar 2009. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 16. Januar 2009. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

Bad Neuenahr / EKiR-Pressestelle /



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