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Kirchliches Leben in den Gemeinden im Jahr 2003

Weniger Gemeindemitglieder, mehr Eintritte und fast 112.000 Ehrenamtliche

Für das kirchliche Leben in den Gemeinden der Evangelischen Kirche im Rheinland hat der Statistische Dienst des Landeskirchenamtes folgende Zahlen, Daten und Fakten für das Jahr 2003 zusammengetragen:

Gemeindemitglieder

Gegenwärtig zählt die Evangelischen Kirche im Rheinland 2,96 Millionen Gemeindemitglieder, das entspricht in ihrem Kirchengebiet zwischen Emmerich und Saarbrücken einem Bevölkerungsanteil von 24 Prozent. Davon leben mit 2,3 Millionen 78 Prozent im Landesteil Nordrhein-Westfalen. Der Anteil der Katholiken mit etwa 5,9 Millionen beträgt dagegen 48 Prozent.

  • Aufnahmen/Eintritte
    Im vergangenen Jahre wurden 6.761 Personen in die evangelische Kirche aufgenommen, eine Zunahme von fast 23 Prozent gegenüber 1990 (5.514 Aufnahmen). Die Gesamtzahl der Aufnahmen ist vor allem durch die Zunahme der Wiederaufnahmen früher Ausgetretener auf 2.684 (40 Prozent der Gesamtzahl) gestiegen. Aus der katholischen Kirche traten 1.708 Personen über. Durch Taufe wurden 2.115 Jugendliche bzw. Erwachsene aufgenommen, da sie zuvor keiner anderen Kirche angehörten.

  • Kirchenaustritte
    Die Zahl der Kirchenaustritte verminderte sich im Jahr 2003 um 4,6 Prozent gegenüber 2002 (22.150) auf 21.139. Das waren 0,5 Prozent der knapp drei Millionen Gemeindemitglieder im Rheinland. Zu den Austritten zählen auch die Übertritte evangelischer Christinnen und Christen zur katholischen Kirche oder zu anderen Konfessionen, deren Zahl jedoch nicht zu ermitteln ist. Bei den ausgetretenen Gemeindegliedern sind die Frauen mit 49 Prozent fast genauso zahlreich wie die Männer vertreten. Nur im Jahr 2002 waren die Frauen mit 54 Prozent in der Überzahl. Kirchenaustritte von Frauen sind im vergangenen Jahr um 10,5 Prozent weniger geworden.

  • Entwicklung
    Nicht nur die Kirchenaustritte verursachen zurückgehende Gemeindemitgliederzahlen, sondern vor allem die Trends in der allgemeinen Bevölkerungsentwicklung: Die größere Zahl der Verstorbenen gegenüber den Getauften (-20.000) wird durch die Zahl der Eintritte beziehungsweise Aufnahmen gegenüber den Austritten abgeschwächt (-15.000), aber nicht ausgeglichen.

Amtshandlungen

  • Taufen
    Im vergangenen Jahr wurden in den Kirchengemeinden 22.212 Kinder (unter 14 Jahren) getauft, das waren 4,6 Prozent weniger als in 2002 (23.286). Die Zahlen sind seit 1992 nicht mehr gestiegen. Der Rückgang der Taufen folgt den sich vermindernden Geburtenzahlen.

  • Konfirmationen
    Im Jahr 2003 wurden 29.869 Jungen und Mädchen konfirmiert bzw. im Konfirmationsgottesdienst getauft. Diese Zahl entspricht etwa der Zahl der Taufen von Kindern im Jahr 1989 (31.000). Auch hier ist generell eine parallele Entwicklung zu beobachten, die eine Stabilität im Verhalten der evangelischen Bevölkerung zur Kirche hindeutet.

  • Trauungen
    Nach einem leichten Anstieg im Jahr 2002 (wie bei den standesamtlichen Eheschließungen) ging im Rheinland die Zahl der kirchlichen Trauungen 2003 wieder zurück (- 6,6 Prozent). In den evangelischen Kirchen wurden im vergangenen Jahr 5.868 Paare getraut (2002: 6.284 Paare).

  • Bestattungen
    Insgesamt 37.980 Verstorbene wurden kirchlich bestattet, darunter 36.260 Evangelische bzw. 1,2 Prozent der Gemeindemitglieder.

Gottesdienste

Die sonntäglichen Gemeindegottesdienste wurden je Sonntag von 80.500 bzw. 2,7 Prozent aller Gemeindemitglieder besucht, deren Zusammensetzung jedoch von Sonntag zu Sonntag wechselt. Die Zahl der Gemeindemitglieder, die regelmäßig oder gelegentlich Gottesdienste besuchen, ist somit erheblich höher.

Aus den Zählungen der Kirchengemeinden geht weiter hervor, dass an kirchlichen Feiertagen das Interesse am Kirchenbesuch besonders hoch ist: Am Heiligen Abend besuchten 782.000 Gemeindemitglieder (26 Prozent) die Familiengottesdienste, Christvespern und Metten. Der Kirchgang ist für viele Menschen traditionell fester Bestandteil des Heiligen Abends. Im Jahr 1975 wurde ein geringerer Besuch (630.000 bzw. 17 Prozent) gezählt. Nach den Zählungen in den Gemeinden lag der Gottesdienstbesuch anlässlich des Erntedankfestes bei 170.300 bzw. 5,7 Prozent.

Der Besuch der Kindergottesdienste ist mit 18.100 Kindern bzw. 6,9  Prozent – auf die Zahl der Kinder entsprechenden Alters bezogen – erheblich besser als der Besuch der Gottesdienste für "Erwachsene". Von den rheinischen Kirchengemeinden wurden außerdem 1.400 Kinderkirchentage, Kinderbibeltage oder -wochen gemeldet, die in vielen Gemeinden statt der Kindergottesdienste häufig monatlich angeboten werden. An diesen Veranstaltungen nahmen insgesamt 56.000 Kinder teil.

Das kirchliche Leben in den Gemeinden spiegelt sich nicht nur in den Gottesdiensten wieder, sondern auch in unterschiedlichen Veranstaltungen und Gemeindegruppen, in denen Gemeindeglieder zusammenkommen.

Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Das gemeindliche Leben wäre ohne ehrenamtliche Tätigkeit zahlreicher Gemeindemitglieder nicht denkbar. Im vergangenen Jahr waren wie im Vorjahr 111.700 bzw. 3,7 Prozent der Gemeindemitglieder unentgeltlich tätig. Das ist mehr als die haupt- und nebenamtlich Beschäftigten in der Evangelischen Kirche und ihren diakonischen Einrichtungen. Fast 73 Prozent der ehrenamtlich Tätigen sind Frauen. Wichtige Bereiche dieser Tätigkeit sind die Arbeit im Presbyterium als Leitungsorgan der Kirchengemeinden (9.350), im Besuchsdienst (10.150) sowie im Kindergottesdienst, in der Leitung von Gemeindekreisen, in der Jugend- oder Seniorenbetreuung.

 

 

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 2. Dezember 2004. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 2. Dezember 2004. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 01.12.2004



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