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Jubiläum

Oikocredit seit 40 Jahren für "fairer wirtschaften" engagiert

Die international tätige Genossenschaft Oikocredit hat ein stärkeres Bewusstsein für ethisch korrekte Geldanlagen angemahnt. Oikocredit feiert in der kommenden Woche in Wuppertal ihr 40-jähriges Bestehen. 

Mit Hilfe nachhaltiger Investments und der Vergabe von Mikrokrediten könnten die Lebensbedingungen in Entwicklungsländern deutlich verbessert werden, sagte die Geschäftsführerin des Westdeutschen Förderkreises von Oikocredit, Ulrike Chini, am Mittwoch in Wuppertal. Für diese Haltung müsse schon in den Schulen geworben werden.

Die Genossenschaft gehört nach eigenen Angaben zu den weltweit führenden privaten Finanzierungsquellen in Sachen Mikrokrediten. Mit dem Kapital von weltweit 53.000 privaten und institutionellen Anlegern, darunter auch Kirchen und Stiftungen, werden Kredite und Kapitalbeteiligungen an Mikrofinanzinstitutionen und andere sozial orientierte Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern vergeben. Das Investitionsvolumen in mehr als 60 Ländern beläuft sich auf inzwischen rund 800 Millionen Euro.

Erste Zeichen eines Umdenkens bei Anlegern sind nach Einschätzung Chinis spürbar: "Immer mehr Menschen wollen wissen, was mit ihrem Geld passiert." Neben dem wachsenden Interesse an nachhaltigen und fair gehandelten Produkten rückten daher auch entsprechende Geldanlagen in den Blickpunkt. Auch die den Finanzmarkt dominierenden Privatbanken und Sparkassen seien deshalb gefordert, stärker auf alternative Investments zu setzen. Die Geschichte von Oikocredit zeige, dass diese Geldanlagen funktionierten.

Jubiläumsveranstaltung am 4. November in Wuppertal

Die Jubiläumsveranstaltung findet am Mittwoch, 4. November, 19 Uhr in der Citykirche Elberfeld, Kirchplatz 2, in Wuppertal statt. Festredner ist Andreas Neukirch vom Vorstand der GLS-Bank. Am Podiumsgespräch „Fairer wirtschaften – 40 Jahre Pionierarbeit” nehmen teil: Geschäftsführerin Ulrike Chini, Jörg Baumgarten, Gründungsmitglied des Förderkreises, und Hartmut Jung, Initiator der Oikocredit-Regionalgruppe Wuppertal. Gäste der Veranstaltung sind die Wuppertaler Bürgermeisterin Ursula Schulz, Ilka Federschmidt, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Wuppertal, und die Vorsitzende des örtlichen Katholikenrats, Sabine Schmidt.

Oikocredit hat seinen Sitz in den Niederlanden. In Deutschland ist die Genossenschaft in acht Förderkreisen organisiert. Der Westdeutsche Förderkreis ist zuständig für Nordrhein-Westfalen. Ihm gehören 6.200 Mitglieder an, darunter auch sämtliche Kirchenkreise.

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ekir.de / epd / rtm / 28.10.2015



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