Jugendarbeit in NRW

Protest ab nächster Woche

Die Kinder- und Jugendarbeit in NRW muss sich auf die Kürzung der Fördermittel um ein Fünftel einstellen. NRW-Jugendminister Armin Laschet (CDU) machte das bei der Trägerversammlung der Evangelischen Landesarbeitsgemeinschaft offene Türen ELAGOT deutlich.

Proteste sind nun angekündigt zum Erhalt der Kinder- und Jugendförderung. Proteste sind nun angekündigt zum Erhalt der Kinder- und Jugendförderung.

Jährlich 96 Millionen Euro verspricht das Kinder- und Jugendgesetz in Nordrhein-Westfalen den Trägern der Kinder- und Jugendarbeit ab dem 1. Januar 2006. So lautete das wichtigste Ergebnis der erfolgreichen Volksinitiative „Jugend braucht Zukunft“. Doch nach dem Besuch von Minister Armin Laschet auf der Trägerversammlung in Essen - einen Tag vor Beginn der Haushaltsberatungen der Landesregierung - können die freien Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit nicht mehr darauf bauen. Die Landesregierung müsse sparen.

Eine Kürzung in Höhe von 20 Prozent der im Gesetz genannten Mittel sei durchaus realistisch. Das entspreche genau der Vorgabe, die das Haushaltsgesetz im Januar wohl allen Ministerien als Sparzwang auferlegen werde, sagte Laschet.

Dagegen haben sowohl die evangelische wie auch die katholische Trägerversammlung eine gleichlautende Resolution verabschiedet. Eine erste Protestaktion ist für den 15. Dezember geplant, wenn der Düsseldorfer Landtag noch einmal in diesem Jahr zu einer Sitzung zusammentritt. Ab Januar, wenn der Haushalt in den Landtag eingebracht wird, soll es eine Kampagne geben.

Vielen freien Trägern der offenen Kinder- und Jugendarbeit stehe das Wasser bis zum Hals, heißt es auf Seiten der Jugendarbeit. Mit letzter Kraft sei das Überleben in diesem Jahr gesichert. Auf Zukunft drohe nun ein "Einrichtungssterben". Zudem warnten die Trägervertreter vor einem "Vertrauensverlust in die Geltungskraft von Gesetzen und in demokratische Spielregeln allgemein".

 

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 6. Dezember 2005. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 6. Dezember 2005. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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