Weihnachtspredigt

Iran nicht zur Fußball-WM empfangen

Weihnachten feiert die Christenheit, dass Gott in Jesus Christus Mensch geworden ist. Das Kind in der Krippe sei „der Lichtpunkt Gottes in der Finsternis von Depression, Verzweiflung und Resignation“, so Präses Nikolaus Schneider.

Die Hetztiraden des iranischen Präsidenten nicht nur verbal zurückweisen: Präses Nikolaus Schneider. Die Hetztiraden des iranischen Präsidenten nicht nur verbal zurückweisen: Präses Nikolaus Schneider.

In der frohen Botschaft, dass Gott den Menschen nahe gekommen ist und ihnen nahe bleibt, liege auch die Kraft für Neuanfänge, Frieden und Gerechtigkeit, sagte der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) in seiner Weihnachtspredigt in der Düsseldorfer Johanneskirche.

In der Predigt bezog der Präses auch politisch Stellung. "Unerträglich" sei es, dass bei der Fußball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Deutschland die Nationalmannschaft Irans empfangen werde. Es genüge nicht, die Hetztiraden des iranischen Präsidenten nur verbal zurückzuweisen. Die Mannschaft Irans, der Israel die Vernichtung androht, könne nicht ausgerechnet auf deutschem Boden empfangen werden.

Außerdem wandte sich der Präses gegen Folter. "Der Abgott Sicherheit rechtfertigt nicht jedes Mittel, auch die Zusammenarbeit mit Folterern ist barbarisch." Weiter kritisierte er eine Politik, die Gewalt mit Gewalt besiegen will, und die Steigerung von Unternehmensgewinnen auf Kosten von Arbeitsplätzen.

Vor dem Weihnachtsgottesdienst am Nachmittag in der Johanneskirche stand am Morgen ein Gottesdienst am Flughafen auf dem Programm des Präses. Ökumenischer Weihnachtsgottesdienst im Streikzelt von Mitarbeitenden des Caterers "Gate Gourmet". Schon am Nikolaustag hatte der Präses die Streikenden besucht. Sie sind seit Oktober im Ausstand, um gegen weitere Kürzungen bei Gehalt und Urlaub bei Ausdehnung der Arbeitszeit zu protestieren.

 

 

 

 

neu / 24.12.2005

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 21. Dezember 2005. Die letzte Aktualierung erfolgte am Sonntag, 25. Dezember 2005. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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