Grosseltern (3)

Den Enkeln ein Segen sein

Kinder brauchen Großeltern. Denn die Kleinfamilie kann kaum alle Anregungen bieten, die ein Kind braucht, um glücklich heranzuwachsen. Deshalb sind Großeltern ein Segen. Sieben Tipps für das gelingende Miteinander von Enkeln und Großeltern.

Ausnahmen vom Alltag: Die Einhaltung einiger guter Regeln verbessert das Miteinander von Enkeln und Großeltern. Ausnahmen vom Alltag: Die Einhaltung einiger guter Regeln verbessert das Miteinander von Enkeln und Großeltern.

  1. Auch wenn die Versuchung groß ist: Großeltern sollten sich nicht in die Erziehung der Eltern einmischen. Maßgeblich sind die Erziehungsvorstellungen der Eltern, etwa im Blick auf Schlafzeiten, Ernährung und Fernsehkonsum. Großeltern sollten versuchen, in Erziehungsfragen mit den Eltern zusammenzuarbeiten und sie zu unterstützen. 
  2. Großeltern können ihre Enkel zwar ein wenig verwöhnen, aber nicht mit übertriebenen Geschenken. Es ist durchaus in Ordnung, wenn bei den Großeltern hin wieder Ausnahmen vom Alltag möglich sind. Kinder sind ja in der Lage zu begreifen, dass bei den Eltern das eine und bei den Großeltern  etwas anderes gilt. Abzulehnen ist dagegen eine Verwöhnung, mit der gute Gewohnheiten verhindert oder wieder verdorben werden. Das geschieht, wenn  Großeltern dem Kind Dinge abnehmen, die es selbst tun kann. Derart verwöhnte Kinder lernen nicht, sich so zu verhalten, dass andere gerne mit ihm umgehen.  Zu dieser Art Verwöhnung gehört auch, jeden materiellen Wunsch sofort zu erfüllen.
  3. Wenn Großeltern sich um ihre Enkel sorgen, sollten sie ihre Beobachtungen den Eltern mitteilen. Dies sollte sachlich geschehen, ohne kränkende Vorwürfe.  
  4. Schüren Sie kein Konkurrenzverhalten, weder zu den Schwieger-Großeltern noch zu den Eltern. Das bringt die Enkel in innere Konflikte und trübt das Verhältnis.
  5. Ständige Belehrungen führen häufig zu einem gestörten Verhältnis zwischen Enkeln und Großeltern. Enkelkinder wachsen in anderen Verhältnissen auf als Großeltern. Daher können Großeltern das Verhalten ihrer Enkel oft nur schwer tolerieren. Lassen Sie sich von den Enkeln erzählen, was ihnen wichtig ist. Wertungsfreies Zuhören wirkt oft Wunder. Und warum nicht in Anspruch nehmen, was größere Enkel über Computer und Handys wissen?
  6. Wenn den Großeltern die Betreuung der Enkel zu viel wird, ist es völlig in Ordnung, auch mal Nein zu sagen. Dass Großeltern sich Zeit für die Enkel nehmen, ist ein Geschenk, aber keine Dienstleistung, die Eltern einfordern können. Hüten Sie die Enkel nur so oft und so lange, wie Sie das auch physisch und psychisch ertragen können.
  7. Wenn Enkelkinder zurückhaltender sind, als Großeltern sich das wünschen, dann sollten Großeltern das zunächst einmal akzeptieren. Kinder haben ein Recht auf ihre Gefühle und ihre Art der Beziehungsgestaltung. Der Kontakt wächst durch Begegnung.

 

 

 

 

Karin Vorländer /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 13. Dezember 2005. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 13. Dezember 2005. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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