Glosse

Gute Idee: Sportkirchenverband

Eine große Kölner Tageszeitung ist mit gutem Beispiel vorangegangen. Sie bringt die Umbenennung der Kirchen einen entscheidenden Schritt voran. Genauer: Sie vollzieht, was der Evangelische Stadtkirchenverband Köln bisher nur in der Pipeline hat.

Nun dachten die Protestantinnen und Protestanten rund um die Domstadt daran, in ihrem künftigen neuen Namen der Tatsache Rechnung zu tragen, dass nicht nur Köln zum Verbandsgebiet gehört. Sondern auch Bergisch Gladbach, Pulheim und Wesseling, zum Beispiel. Unter dem Stichwort „Köln und Region“, so war die bisherige Planung, sollte das künftig deutlicher werden.

Schluss mit rein geografischen Planspielen. Her mit den Inhalten! So lassen sich die Überlegungen der Zeitungsredaktion deuten. Fakten, Fakten, Fakten: Klarsichtig hat die Redaktion erkannt, dass sich (auch) die evangelische Kirche an Aktionen zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland beteiligen will. Klarsichtig hat die Redaktion auch im Blick, dass das Themenfeld Kirche und Sport den Evangelischen wichtiger wird.

Logisch, dass die Redaktion nun also den „Evangelischen Sportkirchenverband“ erkoren hat. Bloßes Wirken des Druckfehlerteufels? Wohl kaum. Der hätte doch bestimmt so etwas wie einen Spottkirchenverband kreiert.

 

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 9. Dezember 2005. Die letzte Aktualierung erfolgte am Sonntag, 11. Dezember 2005. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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