Landeskirchenamt

Einen großen materiellen Schatz im Blick

Das Thema Bauen gewinnt zunehmend größere Bedeutung in den Kirchengemeinden. Davon ist Landeskirchenrätin Gudrun Gotthardt überzeugt, die neue stellvertretende Leiterin der Abteilung VI im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR).

Zur stellvertretenden Leiterin der Abteilung VI berufen: Landeskirchenrätin Gudrun Gotthardt. Zur stellvertretenden Leiterin der Abteilung VI berufen: Landeskirchenrätin Gudrun Gotthardt.

Mit 6.800 Gebäuden habe die rheinische Kirche einen "großen materiellen Schatz", der mit enormem Engagement gehütet werde. Weil die ehrenamtlichen Baukirchmeisterinnen und Baukirchmeister allerdings oftmals an ihre zeitlichen und fachlichen Grenzen stoßen, hoffe sie für die Zukunft auf eine stärkere Unterstützung. "Mein Traum wäre, noch professioneller zu werden", erklärt Gotthardt im ekir.de-Interview.

Nicht nur sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich ist dabei ihrer Ansicht nach die Idee, mittelfristig auf Kirchenkreis-Ebene Bauberatung anzubieten, verzahnt mit der Bauberatung des Landeskirchenamts. Finanziell lohne die Idee, wenn man beispielsweise Honorare für freie Architekten mit ins Kalkül zieht.

Bisher Leiterin der Zentralen Liegenschaftsverwaltung, gehört Gotthardt nun auch dem Kollegium des Landeskirchenamts an sowie der Landessynode. Zu ihren neuen Aufgaben gehört auch die Begleitung von Kirchenkreisen - jenseits von Baufragen. Gotthardt ist die erste Architektin in Kollegium und stellvertretender Abteilungsleitung.

Über Gebäude sprechen bedeutet: über Inhalte reden

Bauen, sagt sie, ist ein "guter Einstieg" in verschiedene Fragen. "Immer wenn man über Gebäude spricht, muss man auch über die Inhalte sprechen. Wenn wir über Umgestaltung von Kirchen sprechen, sprechen wir auch über Liturgie. Wenn Gemeinden mit mir darüber diskutieren, mit welchen Gebäuden sie in Zukunft weiter arbeiten können, geht es nicht ohne Gespräche über Gemeindekonzeption, über Personal- und über Finanzfragen." 

Gudrun Gotthardt ist in Kleve aufgewachsen. Nach dem Abitur hat sie eine Ausbildung zur Schreinerin absolviert und dann in Aachen Architektur studiert. Nach dem Referendariat in der staatlichen Bauverwaltung hat sie fünf Jahre in der Bauverwaltung der Stadt Geldern gearbeitet. Vor sieben Jahren kam sie dann ins Landeskirchenamt. Nach Dienstschluss engagiert sie sich als Presbyterin in der Evangelischen Kirchengemeinde Kempen im Kirchenkreis Krefeld-Viersen.

Die Abteilung VI wird vorbehaltlich der Zustimmung der Landessynode 2009 zur geplanten Umstrukturierung zum 1. Februar profiliert für "Finanzen, Vermögen".

 

 

 

ekir.de/neu / 15.12.2008

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 11. Dezember 2008. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 15. Dezember 2008. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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