Spätabtreibungen

Bedenkzeit und bessere Beratung

Er sei dankbar, dass nun neue Initiativen gegen die hierzulande übliche Praxis der Spätabtreibungen in den Bundestag eingebracht wurden. Das erklärte Präses Nikolaus Schneider heute in Düsseldorf.

Für den Lebensschutz einzutreten heiße aber nicht, die Schwangeren aus dem Blick zu verlieren. „Natürlich wollen wir das ungeborene Leben nicht gegen die Mütter schützen“, so der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). „Aber es kann auch nicht sein, dass bei einer ärztlichen Diagnose, die auf eine Behinderung des Fötus hinweist, die sofortige Abtreibung die unmittelbare Folge ist.“

Zumindest eine Bedenkzeit sollte es geben, unterstreicht der 61-jährige Theologe: „Das ist kein Misstrauen den Frauen gegenüber. Eine solche Regelung ist Konsequenz der Lebenserfahrung, dass man unter Schock keine Entscheidung treffen sollte.“ Zudem sei Beratung nötig, was das Leben mit Behinderung bedeutet und welche Hilfen es gibt. Schon diese wenigen Fragen machten deutlich, dass es neben der ärztlichen auch eine psychosoziale Beratung geben müsse.

 

 

 

ekir.de/jpi /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 22. Dezember 2008. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 22. Dezember 2008. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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