Weihnachten

Präses: Gottes Neuanfang ebnet Wege

„Weihnachten geschieht in alter Tradition und bedeutet gleichzeitig: Gott fängt neu an!“ Das hat Nikolaus Schneider, der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), in seiner Weihnachtspredigt unterstrichen.

Kern des Weihnachtsgeschehens sei: „Jesus bringt den Menschen Gott“. Weiter sagte der oberste Repräsentant der zweitgrößten Landeskirche in Deutschland an Heiligabend in der Düsseldorfer Johanneskirche, dass Gott zu den Menschen gekommen sei und bei ihnen bleibe, sei auch „ein Schutzwall gegen die Schrecken unsicherer Wirtschaftsaussichten, sich überbietender Ankündigungen von Rezessionen verbunden mit Arbeitsplatzverlusten“.

Dies seien alles reale Gefahren, so der 61-jährige Theologe. Aber: „Sie können uns nicht bannen, uns nicht in Schockstarre versetzen. Sie haben keine endgültige und ewige Macht über uns: wir bleiben denkfähig, analysefähig, handlungsfähig – auch unter den Bedingungen real vorhandener Unfreiheiten. Der Name Jesus steht für Befreiung!“

Zu dieser Befreiung gehöre auch das Beispiel Jesu mit Blick auf Vergebung, Gnade und Barmherzigkeit. „Das sind  die Angebote und die Wege für uns Menschen, um Gottes Namen zu heiligen. Als menschliches Verhalten sind sie die Voraussetzungen dafür, Frieden und Gerechtigkeit zu gestalten und zu leben. In der Nachfolge Jesu unterscheiden wir Gerechtigkeit von urteilender und verurteilender Rechthaberei; Frieden verwechseln wir nicht mit einer auf Drohungen und Angst beruhenden Befriedung“, erklärt der Präses.

„Wir können nur ahnen, was es für die Sicherheits- und Friedensbemühungen zwischen Israel und Palästina bedeuten würde, wenn die Verantwortlichen endlich nicht mehr auf militärische Gewalt und Terror, alltägliche Verachtung und Hetze setzten.“
 
Ganz allgemein gelte: „Faire Handelsbeziehungen, gerechte Löhne und Preise, Schutz schwacher wirtschaftlicher Strukturen und fragiler Gesellschaften können nicht durch militärische Präsenzen – wo immer in der Welt – ersetzt werden. Nur eine aus Barmherzigkeit erwachsende Gerechtigkeit führt zum Frieden.“

 

 

 

ekir.de/jpi / 24.12.2008

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 22. Dezember 2008. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 22. Dezember 2008. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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