Entwicklungshilfe

Wenn keine neue Saat mehr aufgeht

Wie werde ich Entwicklungshelferin? Wo gibt es eine freie Stelle? Wo kann ich mich in der Lobbyarbeit für Länder des Südens engagieren? Auf solche Frage gab es Antworten. Außerdem gings beim "Tag des Entwicklungshelfers" um Nachhaltigkeit

Markt der Möglichkeiten am "Tag des Entwicklungshelfers" im Düsseldorfer LKA. Markt der Möglichkeiten am "Tag des Entwicklungshelfers" im Düsseldorfer LKA.

Mit einem "Markt der Möglichkeiten" hatte die Veranstaltung "Personelle Entwicklungszusammenarbeit im Wandel" am "Internationalen Tag des Entwicklungshelfers", 5. Dezember, begonnen. An Ständen im Foyer des Düsseldorfer Landeskirchenamts informierten sich die Besucherinnen und Besucher. Broschüren zu Fragen der Entwicklungshilfe fanden ihr Interesse. Mitarbeitende der großen Entwicklungshilfeorganisationen und von Eine-Welt-Initiativen gaben ausführliche Antworten. Interessierte fanden detaillierte Angaben über den Beruf einer Entwicklungshelferin bzw. eines Entwicklungshelfers.

 

Diskussion über Nachhaltigkeit: NRW-Minsterin Bärbel Höhn gehörte zu den Gästen im Landeskirchenamt Diskussion über Nachhaltigkeit: NRW-Minsterin Bärbel Höhn gehörte zu den Gästen im Landeskirchenamt

Nikolaus Schneider, Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), begrüßte dann zu einem Diskussionsnachmittag. Der Entwicklungsdienst helfe den Menschen unmittelbar, sagte er. Außerdem stellte er klar, für die Kirche sei es eine Frage des Glaubens, ja des Glaubensgehorsams, Anwältin für die Armen zu sein. Skeptisch zur Frage der Verminderung von Armut in der Welt durch die Segnungen der Gentechnik: "Die Verträglichkeit der Veränderung von Erbgut muss ausreichend erprobt sein." Ihn beunruhige, wenn Bauern aus ihrer Ernte kein neues Saatgut gewinnen könnten, weil das bei gentechnisch verändertem Saatgut nicht möglich ist.

NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn forderte dazu auf, nachhaltiger zu denken und die Folgen und Kosten des Handelns zu bedenken. "Nachhaltig heißt nicht, wieder auf den Knien zu rutschen und wilde Kräuter zu rupfen." Vielmehr müssten - im Interesse der nächsten Generation - möglichst wenig Kosten verursacht werden. Eine Politik der Europäischen Gemeinschaft, die wieder "Qualität" bezuschusst, beispielsweise das Freilassen von Äckerrändern für Wasserläufen, begrüßte sie.Eine solche Landwirtschaft sei zukunftsfähig.

Der Abteilungsleiter für Ökumene, Mission, Religionen, Oberkirchenrat Wilfried Neusel, forderte: "Eine Veränderung unseres Lebensstils hier ist entscheidend." Im Sinne Jesu sei konkrete Hilfe für Menschen in Ländern des Südens. Außerdem erklärte er im Blick auf die ungleiche Verteilung von Armut und Reichtum: "Habsucht ist heilbar."

 

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 5. Dezember 2002. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 5. Dezember 2002. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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