Tag der Menschenrechte

Gegen die moderne Sklaverei

Präses Manfred Kock mahnt zum Tag der Menschenrechte, auch moderne Formen von Sklaverei - etwa Menschenhandel - wirksam zu bekämpfen

Blockiertes Leben: Zum Tag der Menschenrechte wird an das Problem der modernen Sklaverei erinnert. Blockiertes Leben: Zum Tag der Menschenrechte wird an das Problem der modernen Sklaverei erinnert.

Zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Manfred Kock, dazu aufgerufen, moderne Formen der Sklaverei wirksamer zu bekämpfen. Dazu gehörten die konsequente Umsetzung der einschlägigen internationalen Abkommen ebenso wie Armutsbekämpfung und Aufklärung über Menschenhandel.

Die gesetzliche Abschaffung der Sklaverei sei eine der großen Errungenschaften der Menschenrechtsgeschichte, so Kock. Jedoch bestehe Sklaverei bis heute "in erschreckendem Ausmaß" fort.

Einer arbeitslosen Frau aus Osteuropa wird eine gut bezahlte Stelle in einem Restaurant in Deutschland angeboten. Voller Hoffnung leiht sie sich das nötige Reisegeld und macht sich auf in das fremde Land. Doch hier angekommen, wird ihr der Pass abgenommen, sie wird misshandelt und zur Prostitution gezwungen. Die junge Frau spricht kein Deutsch, traut sich aus Angst vor Haft und Abschiebung nicht zur Polizei. "Das ist menschenverachtende Ausbeutung", sagt Kock.

 

 

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 9. Dezember 2002. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 9. Dezember 2002. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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