Schule

Mehrheit für den Religionsunterricht

Religionsunterreicht gehört auf den Stundenplan: Das finden die Bürgerinnen und Bürger, wie eine repräsentative Befragung beweist

Die Menschen sind mehrheitlich für den Religionsunterricht. Rund 85 Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger wollen, dass in der Schule auch Themen behandelt werden, die sich mit den Grundwerten und dem Sinn des Lebens beschäftigen. Das zeigt die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Auftrag gegebene Umfrage des Emnid-Instituts zum Religions- und Ethikunterricht. Die Studie belegt weiter: Das Ergebnis gilt auch für die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR). Dort plädieren 84 Prozent dafür, Grundwerte und Lebenssinn in der Schule zu thematisieren.

Nimmt man diese Zahlen ein wenig genauer, schneidet die EKiR sogar noch etwas besser ab im Vergleich zum bundesweiten Durchschnitt. Deutschlandweit stimmen 56 Prozent dieser Ausssage "voll und ganz" zu, EKiR-weit sogar 60 Prozent. Dass Fragen der Grundwerte und des Lebenssinns im Religionsunterricht behandelt werden sollen, finden bundesweit 56 Prozent. In der EKiR plädieren dafür 66 Prozent. Genau die Hälfte aller Befragten ist bundesweit dafür, dass der Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach auf den Stundenplan gehört. Etwas mehr, nämlich 55 Prozent, der Befragten aus der EKir meinen, dass "Reli" auf dem Stundenplan stehen soll.

Dabei ist die eigene Erfahrung mit Religionsunterricht groß. 79 Prozent aller Frauen und Männer besuchen oder besuchten den Religionsunterricht (in der EKiR: 88 Prozent). Positiv auch der Wert für diese Erfahrung: 61 Prozent sagen: "In den Religionsunterricht bin ich gern gegangen." bzw. "Ich gehe gern in den Religionsunterricht." Das übrigens scheint im Rheinland nicht ganz so gut zu funktionieren: Hier sind bzw. waren nur 56 Prozent "gern" im Religionsunterricht. Immerhin: 78 Prozent - leicht über dem Bundesdurchschnitt - finden: "Im Religionsunterricht habe ich Grundkenntnisse im Christentum erworben."

Befragt wurden für die Studie etwas mehr als 2500 Frauen und Männer. Die Befragungen geschahen im Herbst 2001. Die Detailauswertungen, vor allem für die Landeskirchen, wurden im Herbst 2002 bekannt.

 

 

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 12. Dezember 2002. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 12. Dezember 2002. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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