Steinkohle

Eine Schippe drauflegen

„Wir stehen zu einem lebens- und leistungsfähigen Bergbau in Nordrhein-Westfalen", betonte NRW-Minister Axel Horstmann beim Barbarafest in Walsum

Den ökumenischen Gottesdienst am Barbarafest leitete Pfarrer Widera mit (M.). Den ökumenischen Gottesdienst am Barbarafest leitete Pfarrer Widera mit (M.).

Vor rund 1200 Gästen und Mitarbeitern des Bergwerks Walsum, die im Rahmen einer Betriebsversammlung am 1. Advent die heilige Barbara – die Schutzpatronin der Bergleute – ehrten, bekannte sich der nordrhein-westfälische Minister für Verkehr, Energie und Landesplanung, Dr. Axel Horstmann, deutlich zum Bergbau, „Wir stehen zu einem lebens- und leistungsfähigen Bergbau in Nordrhein-Westfalen, auch in dem Wissen, dass der weiterhin auf Beihilfen angewiesen sein wird.“

Als besonders wichtig erachtet Horstmann auch die Technologieführerschaft Deutschlands in der Bergbau- und Kraftwerkstechnik. „Eine Aufgabe des Steinkohlenbergbaus hieße zugleich auch, auf unsere Technologieführerschaft in der zugehörigen Bergbau- und Kraftwerkstechnologie zu verzichten. Das kann niemand ernsthaft wollen. Denn Kohleabbau und -verwertung, das ist in Deutschland längst Hightech auf einem im internationalen Vergleich höchsten Niveau.“

Weiter führte der Minister aus, dass rund 80 Prozent dieser Hightech-Unternehmen ihren Sitz im Ruhrgebiet haben. Ebenso wichtig sei der Steinkohlenbergbau aber auch für weitere rund 250 Unternehmen, die die Palette der Tief- und Tagebautechnik abdecken. „Das alles steht mit auf dem Spiel, wenn um die Kohle gestritten wird.“

Außerdem erklärte der Minister: „Die heutige Feier kann allen deutlich machen, dass die Bergleute hier in langer und mit Recht auch stolzer Tradition ihre Arbeit verrichten. Zusammenzustehen und sich aufeinander verlassen zu können, wenn es darauf ankommt, anzupacken und noch eine Schippe draufzulegen, wenn es gefordert wird, das zeichnet die Menschen im Ruhrgebiet aus.“

Wolfgang Traud, Bergwerksdirektor auf Walsum, forderte in seinem Grußwort dazu auf, auch an die zu denken, die besorgt sind und den Bergbau kritisch beobachten. Er bedauerte in diesem Zusammenhang, dass Diskussionen oft zu Anfeindungen der Bergleute führten.

Den Abschluss der Feier bildete ein ökumenischer Gottesdienst mit Jürgen Widera, dem Pfarrer für den Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt, (Duisburg) sowie Vertretern von katholischer Kirche und islamischen Kulturzentren.

 

 

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 3. Dezember 2002. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 5. Dezember 2002. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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