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"5000 Brote - Konfis backen Brot für die Welt"

Ulrich Christenn: Mehr als der Laib Brot

Der Theologe Ulrich T. Christenn, bei der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe u.a. für "Brot für die Welt" zuständig und  Mitglied der rheinischen Steuerungsgruppe der Aktion „5000 Brote – Konfis backen Brot für die Welt“, im ekir.de-Interview.

EKD und Bäckereizentralverband laden zur Aktion "5000 Brote – Konfis backen Brot für die Welt". Aus der Sicht der rheinischen Brot-für-die-Welt-Arbeit: Worin sehen Sie die Bedeutung des Projekts?

Allein die Vorstellung, dass sich Tausende von Jugendlichen die Zeit nehmen, mit Bäcker-Schürzen und aufgekrempelten Ärmeln in Backstuben stehen, Teig kneten und dann am Ende ihre Brote für einen guten Zweck verkaufen, das hat seinen Reiz. Dabei können sie tatkräftig erleben, wie mühsam die Herstellung von Lebensmitteln sein kann und welchen Wert Lebensmittel haben. Das sind wichtige Themen für Brot für die Welt, denn wir weisen immer wieder darauf hin, welchen Zusammenhang es gibt zwischen unserem Konsum von Lebensmitteln, unserem Lebensstil und dem Hunger in den Ländern des Südens.

Wenn Sie wählen müssten, was wäre Ihnen wichtiger: Dass möglichst viele Konfis im Rheinland mitmachen oder dass EKD-weit die meisten Spenden aus dem Rheinland kommen?

Ich wünsche mir, dass möglichst viele Konfis begeistert mitmachen und ihr Brot für die Welt backen. Dass ich daneben noch eine Wette mit meiner westfälischen Kollegin laufen habe, wo mehr Spenden  zusammenkommen, das muss ich ja nicht verraten.

Was lernen Konfis bei der Aktion "5000 Brote"?

Brot steht für uns heute und schon in biblischen Zeiten für mehr als nur für den Laib Brot. Luther hat die Bitte im Vater Unser "unser tägliches Brot gibt uns heute" sehr weit gefasst: Brot ist "alles, was not tut für Leib und Leben, wie Essen, Trinken, Kleider, Schuh, Haus, Hof, Acker, Vieh, Geld, Gut, fromme Eheleute, fromme Kinder, fromme Gehilfen, fromme und treue Oberherrn, gute Regierung, gut Wetter, Friede, Gesundheit, Zucht, Ehre, gute Freunde, getreue Nachbarn und desgleichen". Brot steht letztlich für alles, was für menschliches Leben notwendig ist.

Die Brot-für-die-Welt-Projekte sind vorgegeben und auf drei beschränkt, ist das eine akzeptable Einschränkung?

Wir haben diese drei konkreten Projekte zum Thema Bildung ausgewählt, weil sie gut zur Aktion passen und Jugendliche schnell verstehen, was dort für eine Arbeit gemacht wird. Wenn Gemeinden unbedingt andere Projekte und Arbeitsfelder von Brot für die Welt fördern wollen, dann können sie das gerne tun - mit einer anderen Sammelaktion oder einer extra Konfispende. Wer da noch Ideen braucht, kann sich gerne an mich wenden.

Die Konfis sollen zwar backen, aber nicht die Zutaten mitbringen. Warum sollen die Bäckereien die Zutaten spenden?

Es war die Ursprungsidee der Bäckerinnungen, dass auch die Bäckereien etwas Materielles für diese Aktion beitragen. Hinzu kommt, dass praktische und hygienische Aspekte eine Rolle spielen. Auf jeden Fall ist das eine Form der Sachspende, für die jede Gemeinde eine Spendenquittung ausstellen kann.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 8. April 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 9. April 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu / 09.04.2014



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