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Düsseldorfer Konfis und Präses Manfred Rekowski backen für die Aktion '5.000 Brote'. Düsseldorfer Konfis und Präses Manfred Rekowski backen für die Aktion "5.000 Brote".

Aktion "5.000 Brote"

„Das macht wirklich Spaß“

„Das ist voll klebrig“, stellt die 13-jährige Isabel, mit Bäckerschürze und Kopfhaube ausgestattet, beim Abwiegen fest. Eher zögerlich hatte sie noch die ersten Teigmengen in die Hand genommen und auf die Waage gelegt.

Sie checkte das Gewicht, bis auf der Anzeige 950 Gramm zu lesen waren – 200 Gramm Wasser verdunsten beim Backen. Doch inzwischen geht sie schon beherzter zur Sache. „Das macht wirklich Spaß“, stellt sie zufrieden fest.

Wie sich Kuchenteig anfühlt, das wissen die meisten der Konfirmanden, doch Brot wird selten zu Hause gebacken. Eine neue Erfahrung. „Ich finde es interessant, dass wir an der Aktion teilnehmen und dabei anderen helfen“, erklärt Alicia, ebenfalls 13 Jahre alt. Mit Mehl auf dem Pullover und Teigspuren an der Wange steht sie gemeinsam mit anderen Düsseldorfer Konfirmanden.

Mit dabei sind Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) und Bernd Siebers vom Verband des Rheinischen Bäckerhandwerks. Alle zusammen machen sie den Auftakt im Rheinland für die bundesweite Aktion „5.000 Brote – Konfis backen Brot für die Welt“. Allgemeiner Start ist am bevorstehenden Erntedank-Sonntag.

Vorführung in Slow Motion

„Ich zeig´s noch mal in Slow Motion“, sagt Klaus Horn, der gerade erklärt, wie der Teig in die kugelige Brotform gebracht wird. „Die linke Hand führt, die rechte knetet den Teig über die Arbeitsfläche.“ Behände macht der Bäcker im Ruhestand die Bewegungen vor. Jeder Konfirmand hat eine Teigmenge vor sich liegen und übt sich dann im Formen.

Anfangs sind sie vorsichtig, doch von Teig zu Teig werden die Jugendlichen immer schwungvoller. Wenn sie das Brot fertig geformt haben, schmeißen sie es kopfüber in eine Schale. Von dort wandert es aufs Backblech. Mit einer Art Küchenmesser ritzen die Konfis schließlich ein Kreuz in die Oberfläche, dann kommen ihre Werke in den vorgeheizten Ofen.

Fünfzig rheinische Konfi-Gruppen machen mit

Mehr als fünfzig Konfirmanden-Gruppen im Gebiet der EKiR nehmen an der Aktion „5.000 Brote“ teil. Die köstlichen Waren, die sie gemeinsam mit Bäckern in ihren Gemeinden herstellen, werden nach Gottesdiensten oder bei Gemeindefesten verkauft. Die Erlöse davon gehen an drei Kinder- und Jugendprojekte in Kolumbien, Bangladesh und Ghana.

Begleitend beschäftigen sich die Konfirmanden in den kommenden Wochen im Unterricht mit der Lebenssituation von Gleichaltrigen in anderen Teilen der Welt: Wie gut sind diese mit Grundnahrungsmitteln wie Brot versorgt? Welche Bedeutung hat Bildung für die Überwindung von Hunger und Armut in der Welt?

Aktion vermittelt mehr als ein Text

„Eine konkrete Aktion vermittelt viel mehr als einfach nur ein Text“, erklärt Präses Manfred Rekowski die positiven Seiten des Projekts. Gerne lässt er sich von Landesinnungsmeister Bernd Siebers noch einmal die richtige Knettechnik zeigen. Er fühlt sich an seine Kindheit erinnert: „Mein Vater hat aushilfsweise in einer Bäckerei gearbeitet. Da durften wir ihn manchmal besuchen. Den Geruch hier in der Backstube kenne ich sehr gut von damals.“

Auch die Konfirmanden der evangelischen Matthäi- und der Christus-Kirchengemeinde aus Düsseldorf sind am Ende zufrieden. Mit von der Wärme geröteten Gesichtern und den noch warmen Broten unterm Arm treten sie gemeinsam mit ihren Pfarrerinnen den Heimweg von Erkrath aus an. 

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ekir.de / Alexandra Stoffel, Fotos: Michel Schier / 28.09.2014



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