Jahrespresseabend

Vizepräses: Ehrenamt leuchtet schon

In der Diskussion um das Impulspapier der EKD, „Kirche der Freiheit“, hat die Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Petra Bosse-Huber, der darin formulierten Hierarchie zwischen Pfarrdienst und Laien widersprochen.

Wertschätzung des Ehrenamts: Vizepräses Petra Bosse-Huber. LupeWertschätzung des Ehrenamts: Vizepräses Petra Bosse-Huber.

Das in „Kirche der Freiheit“ genannte Leuchtfeuer zum Ehrenamt sei im Rheinland längst entzündet. Schließlich ordiniert die EKiR seit mehr als sechzig Jahren Frauen und Männer, die nicht Theologie studiert haben, zu Predigthelfern, heute Prädikantinnen bzw. Prädikanten genannt. Kritisch merkte die Vizepräses an: „Bekenntnisse zur entscheidenden Bedeutung der Ehrenamtlichen für die Zukunft der Kirche bleiben Lippenbekenntnisse, wenn diese am unteren Ende einer erkennbaren geistlichen Rangordnung als ,Laien‘ angesprochen werden, denen man gerade noch zugesteht, eine Andacht selbstständig zu gestalten – obwohl ich nicht abstreiten will, dass dies eine wichtige Aufgabe ist.“

 „Nach evangelischem Verständnis – ausgehend von Martin Luther – ist nur eine einzige sakramentale Weihe notwendig, um die gute Botschaft Christi zu verkündigen: die Taufe.“ Unter dieser Grundvoraussetzung werde die Frage, ob eine Frau oder ein Mann zur öffentlichen Wortverkündigung berufen werden kann, allein daran entschieden, ob die Botschaft angemessen erklärt und verkündigt wird. Das Kriterium sei die Qualität der Arbeit. „Qualität erfordert Qualifizierung, daher geziemt es sich nur für Menschen das Amt auszuüben, die dazu von der Gemeinde beauftragt und ordiniert sind“, so Bosse-Huber weiter.

 

 

 

neu / 04.12.2006

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 5. Dezember 2006. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 5. Dezember 2006. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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