Ehrenamt

Lauter Engagierte ausgezeichnet

Nach evangelischer Lesart sind heute 60 Päpstinnen und Päpste ausgezeichnet worden. Im 60. Bestehensjahr des Landes NRW haben 60 Männer und Frauen Dank und eine Auszeichnung für ihr ehrenamtliches Engagement bekommen.

Auszeichnung durch Minister Armin Laschet: Christel Schuck aus Mülheim/Ruhr engagiert sich im Verein Las Torres für Kinder und Jugendliche in Venezuela. LupeAuszeichnung durch Minister Armin Laschet: Christel Schuck aus Mülheim/Ruhr engagiert sich im Verein Las Torres für Kinder und Jugendliche in Venezuela.

„Wir sind nicht auf dieser Erde, um es uns so bequem wie möglich zu machen“, sagte die Fernsehmoderatorin Bettina Böttinger, die durch den Festakt in Düsseldorf führte. Minister Armin Laschet, der die Auszeichnungen vornahm, erklärte, auch ohne Staatsverschuldung könnte der Staat nicht alles bezahlen. „Menschliche Wärme kann der Staat nicht erkaufen“, so der Minister für Generationen, Frauen, Familie und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die 60 ausgezeichneten Ehrenamtlichen stünden für die 5 Millionen Menschen in NRW, die sich ehrenamtlich engagieren. Er hoffe, dass der so genannte Landesnachweis auch beruflich weiter helfe, so der Minister weiter.

 

 

Auch Gudrun von Eicken-Jansen erhielt die Auszeichnung - für ihren Einsatz in der Gefährdetenhilfe. LupeAuch Gudrun von Eicken-Jansen erhielt die Auszeichnung - für ihren Einsatz in der Gefährdetenhilfe.

Unter den 60 Geehrten befinden sich auch zwei Frauen aus der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), beide aus Mülheim an der Ruhr. Christel Schuck engagiert sich im Freundeskreis Las Torres, einem Projekt für Arme in Venezuela. Gudrun von Eicken-Jansen arbeitet in der Gefährdetenhilfe der Diakonie mit.

 

 

Gleichberechtigter Zugang der Ehrenamtlichen zur Leitung der evangelischen Kirche: Dr. Sabine Zoske im Interview mit Bettina Böttinger. LupeGleichberechtigter Zugang der Ehrenamtlichen zur Leitung der evangelischen Kirche: Dr. Sabine Zoske im Interview mit Bettina Böttinger.

Dr. Sabine Zoske, rheinische Pfarrerin und Mitglied der Jury für den NRW-Ehrenamtspreis, berichtete in einem der Interviews, die Böttinger zwischen den Ehrungen hielt, von den etwa 110.000 ehrenamtlich Tätigen in der rheinischen Kirche. Die Ehrenamtlichen leiten die Kirche mit, auf allen Ebenen und gemeinsam mit den Pfarrerinnen und Pfarrern, skizzierte die Theologin die evangelische Selbstverständlichkeit.

Durch diesen gleichberechtigten Zugang zur Leitungsfunktion werde die Kirche immer wieder auch in anderen Bereichen herausgefordert. Sie müsse glaubwürdig erkennbar machen, dass die Ehrenamtlichen um ihrer selbst und der Kirche willen ernst genommen würden. Sie seien eben nicht einfach nur „Lückenbüßer“ für Arbeiten, zu denen das Geld fehlt. Die Taufe berechtige alle zur Mitgestaltung. So gesehen sei jede und jeder Priester, Bischof oder Papst, so Zoske mit einem bekannten Lutherzitat.

Woraufhin der Minister die nächsten „Päpste“ ehrte.

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 1. Dezember 2006. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 1. Dezember 2006. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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