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Foto: Andrea Damm / pixelio.de Viele Männer wollen mit der Rente nicht nur die Hände in den Schoß legen, sondern neue Aufgaben angehen.

Werkstatt-Tag

Mit Beginn der Rente in einem „tiefen Loch“

Was erwarten „Männer in den besten Jahren“ vom weiteren Leben? Welche Angebote in Gemeinden sind für sie interessant? Eine Veranstaltung der Männerarbeit und der Erwachsenenbildung sucht nach Antworten und gibt Anregungen.

Einen Werkstatt-Tag „Couch oder Cabrio – Männer in den besten Jahren“ veranstalten die Männerarbeit der Evangelischen Kirche im Rheinland und das Evangelische Erwachsenenbildungswerk Nordrhein am Samstag, 8. März, in Düsseldorf. In einem Referat, Diskussionen und Workshops geht es darum, welche Angebote für Männer im Alter von „55 plus“ in den Gemeinden entwickelt werden können.

„In vielen Gemeinden ist das Thema Männer ab Mitte 50 noch ein blinder Fleck“, sagt der Leiter der Männerarbeit, Jürgen Rams. Dabei fielen die Männer zum Teil mit Beginn der Rente in ein „tiefes Loch“. Besonders wenn zuvor keine Freundschaften gepflegt wurden und die Arbeit alles andere dominierte. Mit Eintritt der Rente haben diese Männer aber auch Zeit für ehrenamtliche Tätigkeiten.

„Ihre Situation ist ganz anders als die ihrer Väter“, so Rams. Sie seien meist für ihr Alter wesentlich fitter und hätten bei durchschnittlicher Lebenserwartung noch viele aktive Jahre vor sich. In dieser Gruppe stecke eine Menge Potenzial für Orts- und Kirchengemeinden.

Dr. Gunther Schendel vom Sozialwissenschaftlichen Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland hält das Hauptreferat des Werkstatt-Tages. Der Theologie und Historiker hat die Religions- und Kirchensoziologie als Arbeitsschwerpunkt im Institut und hat sich unter anderem mit Fragen der demografischen Entwicklung beschäftigt.

Workshops mit Modellen aus der Praxis

In vier Workshops werden unterschiedliche Module aus der Arbeit mit älteren Männern vorgestellt. Beim „Kulturführerschein für Männer“ geht es um Angebote, die neue Zugänge zum kulturellen Leben ermöglichen sollen. „Oft fehlt der Zugang zu traditionellen Kulturinstituten“, sagt der Leiter der Evangelischen Erwachsenenbildung Nordrhein, Gerrit Heetderks. Dann gelte neu zu fragen: „Wo ist mein eigener Zugang? Wo kann ich in meiner Lebensgeschichte anknüpfen?“.

Ein weiterer Workshop beschäftigt sich mit Netzwerkarbeit. „Menschen mit ähnlichen Interessen werden zusammengebracht und eine nachbarschaftliche Kultur wird entwickelt“, so Heetderks. Die Leute entwickelten ihre Freizeit eigenständig, die Kirchengemeinde schaffe den Rahmen dafür. Dabei kann es um Rad-Touren, Theaterbesuche oder auch Lektüre gehen.

Im Workshop „Erfahrungswissen für Initiativen“ (EFI) wird auch auf Nachfolgeprojekte des entsprechenden Bundesmodellprogramms verwiesen, für das die Erwachsenbildung Schulungen und Qualifizierungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren anbietet. Das Programm spricht Menschen an, die Mitstreiterinnen und Mitstreiter suchen, um sich in selbst organisierten Projekten zu engagieren. Der Workshop „Herzenssprechstunde“ sucht nach Orten, an denen man über Herzensangelegenheiten sprechen kann.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 4. Februar 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 5. Februar 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / rtm / Foto: Andrea Damm / pixelio.de / 05.02.2014



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