UN-Klimakonferenz

Im Grunde eine Katastrophe

Eigentlich ist der Accord von Kopenhagen "eine Katastrophe", auch wenn es hätte schlimmer kommen können und die Übereinkunft "wenigstens etwas" ist. So bewertet der Umwelt-Dezernent der rheinischen Kirche das Ergebnis der UN-Klimakonferenz.

"Wenigstens ist die 2-Grad-Marke akzeptiert. Nur ist eben völlig unklar, wie sie erreicht wird - und da liegt der ,Hund begraben'", so Wolfram Walbrach. Der Umwelt-Dezernent der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) fordert zum weiteren Engagement im Kampf um die CO²-Emissionsreduktion auf. Denn schließlich sei es eine Sünde, die Schöpfung nicht zu bewahren. "Buße und Umkehr ist angesagt - und entsprechendes Handeln."

Auch wenn es schwierig sei, nun weiter die Öffentlichkeit zu mobilisieren, sei es doch nötig, den politischen Druck zu erhalten, so Walbrach. Insbesondere zur nächsten Klima-Runde in Bonn im Frühjahr kommenden Jahres.

Die Staaten hätten noch nicht wirklich begriffen, dass es um die Zukunft des Weltklimas geht, das alle angeht. Immer noch seien die Nationalinteressen stärker als eine halbwegs vernünftige, gemeinsame Zukunft auf der Erde. "Sehenden Auges wird einfach weiter gemacht."

Kopenhagen zeige auch, dass das Hilfsangebot der reichen Länder noch nicht reiche. Walbrach:  "Das Angebot hätte größer ausfallen müssen, früher kommen und spezifizierter sein müssen."

 

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Sonntag, 20. Dezember 2009. Die letzte Aktualierung erfolgte am Sonntag, 20. Dezember 2009. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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