Diakonie

Weiterhin Hilfe aus einer Hand für Arbeitslose

„Wir haben uns nicht vorgestellt, dass wir noch einmal Hartz IV verteidigen müssen“, so Nikolaus Immer, Arbeitsmarktexperte der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL). Die Diakonie RWL wendet sich gegen eine „getrennte Aufgabenwahrnehmung“.

Diese Frage stellt sich bei der Versorgung von Millionen von Empfängerinnen und Empfängern der Grundsicherungsleistungen nach dem Sozialgesetzbuch II, vorgesehen in aktuellen Papieren des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), wie die Diakonie RWL mitteilt. Der Vorstand der Diakonie RWL, Dr. Uwe Becker: "Wir unterstützen ausdrücklich NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann in seiner Position gegen die Pläne des BMAS."

Dies sei Laumann per Brief zum Ausdruck gebracht worden. "Im Interesse der Betroffenen muss eine andere Lösung gefunden werden", so Becker. Die Hauptsorge der Diakonie besteht in einer Verschlechterung der Beratungs- und Hilfemöglichkeiten für die Betroffenen.

Gefahr der Reibungsverluste

Nötig sei "Hilfe aus einer Hand" und die gleichberechtigte Arbeit von Kommunen und der Bundesagentur für Arbeit, lautet die Forderung der Diakonie RWL, die für diese Position angesichts der am Montag anstehenden Sitzung der Arbeits- und Sozialminister der Länder und des Bundes wirbt.

Becker: "Wenn zwei unterschiedliche Behörden für den selben Fall zuständig sind, kann das nur zu Reibungsverlusten führen." Die Diakonie RWL ist einer der größten Anbieter von Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose.

 

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 11. Dezember 2009. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 11. Dezember 2009. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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