EKBO-Synode

Markus Dröge neuer Landesbischof in Berlin

Dr. Markus Dröge, bisher Superintendent des Kirchenkreises Koblenz, ist neuer Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Präses Nikolaus Schneider gratulierte für die Evangelische Kirche im Rheinland.

Von Koblenz nach Berlin: Dr. Markus Dröge. Foto: EKiR-Archiv LupeVon Koblenz nach Berlin: Dr. Markus Dröge. Foto: EKiR-Archiv

Dröge ist damit Nachfolger von Bischof Dr. Wolfgang Huber. Er wurde am Freitag, 15. Mai, im vierten Wahlgang von der Landessynode gewählt. Von 122 Stimmen erhielt er 82, seine Gegenkandidatin Professor Johanna Haberer 36. Die für den Wahlgang notwendige Zweidrittel-Mehrheit war damit erreicht. Der dritte Kandidat Dr. Rüdiger Sachau war nach dem zweiten Wahlgang ausgeschieden. Der Amtswechsel ist für den 14. November 2009 geplant.

"Wir gratulieren herzlich und freuen uns für Markus Dröge und die brandenburgische Kirche, denn ein ausgewiesener Theologe, ein erfahrener Gemeindepfarrer und langjähriger Leiter unserer Kirche ist zum Bischof gewählt worden“, sagte Präses Schneider. „Wir wünschen ihm in seinem Amt Gottes Segen und eine glückliche Hand."

Dröge wurde 1954 in den Vereinigten Staaten in Washington D.C. geboren. Nach dem Studium der evangelischen Theologie in Bonn, München und Tübingen, war er von 1986 bis 1994 Pfarrer der Kirchengemeinde Koblenz-Karthause, seit 1994 der Kirchengemeinde Koblenz-Mitte. Von 1994 bis 1999 verfasste er neben dem Pfarramt seine Dissertation und übernahm 2000 anschließend einen Lehrauftrag für Systematische Theologie an der Universität Koblenz-Landau. 2004 wählte ihn die Kreissynode für acht Jahre in das Amt des Superintendenten im Kirchenkreis Koblenz. Von 2002 bis 2004 hat er eine Ausbildung als Systemischer Berater beim Institut für Familientherapie Weinheim absolviert. Markus Dröge ist verheiratet und hat drei Kinder.

In seiner Bewerbung erklärte Dröge: „Wir müssen zurzeit in allen Landeskirchen Umbrüche bewältigen“. In dieser von Sparzwängen geprägten Zeit sei er als Superintendent angetreten mit dem Programm: „Vertrauen gewinnen, Verantwortung gemeinsam gestalten“. Daran werde er sich auch im Bischofsamt orientieren. Theologisch stehe er auf dem Boden der Barmer Theologischen Erklärung. Sie verbinde die Konzentration auf das Wesentliche des Glaubens mit einer großen Weite der christlichen Verantwortung.

 

 

 

ekir.de / rtm /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 15. Mai 2009. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 15. Mai 2009. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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