Ost-Kongo

Spirale der Destabilisierung

Die Vereinte Evangelische Mission (VEM) warnt vor der sich zuspitzenden Lage im Osten Kongos nach dem Einmarsch ruandischer Truppen. Die Bundesregierung solle die Entwicklungshilfe für Ruanda einstellen, um den Rückzug Ruandas zu erzwingen.

Die weitere Entwicklungszusammenarbeit dürfe "nur unter der Bedingung eines sofortigen Rückzugs aus dem Kongo sowie der Verbesserung der Menschenrechtssituation in Ruanda fortgeführt werden", heißt es in einem Brief der VEM an die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Die VEM-Partner im Kivu berichteten mit "großer Besorgnis" über die neuerliche militärische Intervention aus Ruanda, heißt es weiter im dem Brief an die Ministerin, der auch in Kopie an den Außenminister ging. Die Folgen für die Landbevölkerung seien unabsehbar, der Friedensprozess in der Region ernsthaft bedroht, so die VEM, zu deren Mitgliedern die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) gehört. Der Einmarsch setzte eine Spirale der Destabilisierung in Gang, "die die monatelangen diplomatischen Bemühungen auf unterschiedlichen Ebenen zunichte zu machen droht".

Außerdem bittet die VEM "möglichst viele Stimmen aus Kirche und Gesellschaft", sich dem Aufruf anzuschließen.

 

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 17. Dezember 2004. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 17. Dezember 2004. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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