Evangelische Schulen

42.000 Euro für Schule in Namibia gesammelt

Die Summe ist beeindruckend: Fast 42.000 Euro haben Schülerinnen und Schüler von evangelischen Schulen im Rheinland für einen Brunnen in Namibia zusammen gebracht. Jetzt übergaben sie den symbolischen Scheck dem Präses.

Übergabe eines symbolischen Schecks: Präses Nikolaus Schneider empfing die Kids, die für den Brunnen gesammelt hatten. Übergabe eines symbolischen Schecks: Präses Nikolaus Schneider empfing die Kids, die für den Brunnen gesammelt hatten.

Angefangen hatte alles vor elf Monaten. Da klagte der Generalsekretär der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Republik Namibia, Pfarrer Henog Kamho, über die Trockenperiode in Namibia. Wasser sei zu einer „kostbaren Ressource“ geworden. Die Martin-Luther-Oberschule habe vor Ende des Schuljahrs wegen Wassermangels geschlossen werden müssen, berichtete der Pfarrer der Landessynode in Bad Neuenahr.

Wasser – was den einen fehlt, hatten die anderen im Übermaß. Beim Sportfest im Bodelschwingh-Gymnasium in Herchen zugunsten des Brunnens regnete es. Auf schlammigen Wegen unterwegs für den guten Zweck waren rund siebenhundert Schülerinnen und Schüler des Martin-Butzer-Gymnasiums in Dierdorf. Sie machten im Juli einen etwas anderen Wandertag. „Sponsored Walk“ nannten sie die Aktion am ersten Tag der Afrika-Projektwoche zugunsten der Schule in Namibia.

Jeder Meter zu Fuß oder per Fahrrad zählte – am Ende hatten die Dierdorfer Schülerinnen und Schüler 36.400 Euro eingenommen, bezahlt von den vorher gewonnenen Sponsoren für absolvierte Kilometer. Weitere Gelder sammelte die Realschule Burscheid auf einem Flohmarkt. So kamen die 42.000 Euro zusammen.

 

 

Fair-Play-Bälle als Geschenk: Präses Nikolaus Schneider (l.) empfing die Schülerinnen und Schüler im Landeskirchenamt. Fair-Play-Bälle als Geschenk: Präses Nikolaus Schneider (l.) empfing die Schülerinnen und Schüler im Landeskirchenamt.

Regen wie aus Kübeln, auch zur Scheckübergabe in Düsseldorf. Rund fünfzig Schülerinnen und Schüler aus den drei Schulen kamen an einem nebligen, verregneten Tag ins Düsseldorfer Landeskirchenamt. Schwer beeindruckt über das Engagement zeigte sich der Präses, der für jede Schule als kleinen Dank einen „fairen“ Fußball mitgab.

Sibrand Foerster und Rainer Michel von der Abteilung für Erziehung und Bildung der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) hätten dieses Spendenergebnis niemals erwartet. Und nun sei genug da, um die nötige Bohrung zu bezahlen, so dass der Brunnen in Namibia wieder Wasser spenden und der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Die Aktionen in den drei Schulen zeigten, dass die Schülerinnen und Schüler sich für andere einsetzen und „das mit allem Optimismus, der Jugendlichen zu eigen sein kann“, wie Landeskirchenrat Michel begeistert sagt.

Die Martin-Luther-Oberschule in Okombahe liegt am Rande der Wüste. Die in den sechziger Jahren gegründete Schule, gesponsort vom Lutherischen Weltbund, habe von Beginn an unabhängig vom südafrikanischen Apartheids-Lehrplan unterrichtet, berichtet Ökumene-Dezernent Oberkirchenrat Wilfried Neusel. Nach den Aufständen in Soweto 1976 wandte sich die Schule außerdem vom Afrikaans ab. Seither ist Englisch an der Schule, zu der ein Internat gehört, Unterrichtssprache.

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 1. Dezember 2004. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 2. Dezember 2004. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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