NRW

Verdienstorden für Alt-Präses Kock

Manfred Kock, der frühere Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) und ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), hat am Abend in Köln den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten.

Manfred Kock erhielt den Verdienstorden des Landes NRW von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (r.). Foto: nrw.de LupeManfred Kock erhielt den Verdienstorden des Landes NRW von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (r.). Foto: nrw.de

"Misch dich ein" hieß die Imagekampagne, die er einst verantwortete. "Er hat sich immer eingemischt", würdigte jetzt NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers Präses i.R. Manfred Kock bei der Verleihung des Verdienstordens. Kock sei "ein leidenschaftlicher Theologe, ein erfahrener Kirchenpolitiker und vor allem Menschenfreund - ein Seelsorger im wahren Sinne des Wortes".

Rüttgers weiter: "Er hat den Irakkrieg abgelehnt, die Forschung an embryonalen Stammzellen kritisiert, den ,entfesselten' Kapitalismus angeprangert, die Überwindung der Arbeitslosigkeit angemahnt und sich für eine bessere Integration von Migranten ausgesprochen."

Kock habe weit über seine Kirche hinaus in die Gesellschaft hinein gewirkt, so der Ministerpräsident. "Er hat nie das Trennende betont, sondern immer das Gemeinsame. Manfred Kock ist ein Mann des Ausgleichs, der Toleranz und zugleich ein liebevoller Mahner."

 

 

Für das Gemeinwesen einsetzen

"Wir brauchen Menschen, die sich für unser Gemeinwesen einsetzen", betonte der Ministerpräsident in der Feier zur Verleihung der Verdienstorden. Insgesamt zeichnete er 18 Menschen aus. Zu ihnen gehört auch das Mitglied der Landessynode der EKiR, der ehemalige NRW-Innenminister Dr. Fritz Behrens (59). Einen Orden erhielten ferner der frühere Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher, Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck und Dressurreiterin Isabell Werth.

Manfred Kock (71) war von 1997 bis 2003 sowohl der Präses der rheinischen Kirche als auch EKD-Ratsvorsitzender. Der Theologe, der aus Westfalen stammt und in Köln heimisch ist, wurde nach dem Theologiestudium und einer Zeit als wissenschaftlicher Assistent an der Kirchlichen Hochschule Bethel Vikar und dann Pastor in Recklinghausen.

1970 kam er als Jugendpfarrer nach Köln, wurde später Gemeindepfarrer in der Domstadt und gestaltete als Superintendent und schließlich Stadtsuperintendent evangelisches Leben in Köln maßgeblich. "Misch dich ein" hieß der Slogan einer Werbekampagne, die in den neunziger Jahren unter seiner Verantwortung das Image der evangelischen Kirche aufpolierte.

Auch die Einladung des 31. Deutschen Evangelischen Kirchentags nach Köln hatte Kock maßgeblich voran gebracht.  

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 23. Oktober 2007. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 24. Oktober 2007. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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