Religionsmonitor 2008

Präses: Glaube wieder zum Thema Nummer 1 machen

Mehr als zwei Drittel der Deutschen sind religiös. Fast jede bzw. jeder Fünfte ist sogar hochreligiös. Diese Ergebnisse liefert der „Religionsmonitor 2008“ der Bertelsmann-Stiftung. Glaube und Religiosität seien stärker verbreitet als vermutet.

Kernthema Glaube: Präses Nikolaus Schneider. LupeKernthema Glaube: Präses Nikolaus Schneider.

Der Studie zufolge gibt es „keine anhaltende Säkularisierung breiter Bevölkerungsschichten“. Weiter ist die Rede von einer „sehr bunten Vielfalt an religiösen Einstellungen, Bindungen und Identitäten, die auch zwischen Geschlechtern, Altersgruppen und der geographischen Herkunft große Unterschiede aufweist“.

Unter den Mitgliedern der beiden großen christlichen Kirchen sei jeder sechste nicht religiös, heißt es weiter in der Studie. Was haben die Kirchen falsch gemacht? Auf diese Frage im Beitrag der ARD-Tagesthemen am Sonntagabend zum Religionsmonitor 2008 antwortete Präses Nikolaus Schneider: Statt Ethik müsse Glaube wieder das Thema Nummer 1 der Kirche sein. „Das müssen wir wieder umdrehen.“ Schließlich sei der Glaube ja auch das Kernthema der Kirche. Außerdem müsse die Kirche wieder stärker lebenspraktisch über den Glauben erzählen, so der Präses weiter.

Zu den weiteren Ergebnissen der Studie gehören Aussagen über das Gottes-Bild der Deutschen. Die meisten sehen Gott als liebendes, gütiges Wesen. Den größten Einfluss habe der Glaube bei den einschneidenden Lebensereignissen wie Geburt, Hochzeit und Tod. Gering sei der Einfluss dagegen in Freizeit und Arbeitswelt, auf politische Entscheidungen und Sexualität.

Der Religionsmonitor 2008 ist eine internationale Erhebung unter 21.000 Menschen in 20 Staaten, so die Bertelsmann-Stiftung. Das Fazit der Studie für Deutschland: Glaube ist weder „vom Aussterben bedroht“, noch gibt es eine Renaissance des Glaubens. Vielmehr sei das religiöse Bewusstsein stabil. Und: Auch das Christentum sei in den vergangenen 15 Jahr weder stärker noch schwächer geworden.

 

 

 

 

neu / 16.12.2007

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 17. Dezember 2007. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 17. Dezember 2007. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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