Jugendbildung

Vertrag mit dem Hackhauser Hof

In Solingen haben Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) und Evangelische Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof e.V. einen Vertrag unterzeichnet

Beinahe ein Fest: Vertragsunterzeichnung in Solingen für den Hackhauser Hof. Beinahe ein Fest: Vertragsunterzeichnung in Solingen für den Hackhauser Hof.

Für die Kirchenleitung war Oberkirchenrat Harald Bewersdorff als Leiter der Abteilung 4 gemeinsam mit den zuständigen Dezernenten, Landeskirchenrat Dieter Boge und Kirchenrechtsdirektorin Gunhild Achenbach, angereist, um der Feierstunde beizuwohnen. Der Vorsitzende des Vereins Hackhauser Hof, Rüdiger Maschwitz, konnte auch Landesjugendpfarrer Rüdiger Breer und weitere Mitglieder des Vereins willkommen heißen.

Im Vertrag steht, dass die Jugendbildungsstätte als zentrale Bildungseinrichtung auf landeskirchlicher Ebene die Aufgaben hat, ehrenamtlich Mitarbeitende in der Evangelischen Jugend im Rheinland fortzubilden und zu fördern, außerschulische Bildungsarbeit für Jugendliche und junge Erwachsene und zu den Schwerpunkten der Jugendarbeit Angebote für hauptberufliche Kräfte durchzuführen.

Außerdem steht der Hackhauser Hof als Gästehaus Gruppen aus dem kirchlichen und schulischen Bereich zur Verfügung. Für die landeskirchlichen Aufgaben stellt die Landeskirche einen für die Arbeit notwendigen jährlichen Zuschuss zur Verfügung. Geschlossen wurde der Vertrag für unbestimmte Zeit.

In Zukunft ist auch das Landeskirchenamt stimmberechtigt

Der Verein wird seine Satzung ändern, so dass in Zukunft das Landeskirchenamt stimmberechtigt in seinem Vorstand vertreten ist. Ebenfalls unterschrieben wurde ein Gestellungsvertrag, der bestimmt, dass der Landespfarrer (die Landespfarrerin) für Jugendarbeit dem Hackhauser Hof e.V. zur Verfügung gestellt wird.

In seiner Ansprache hob Bewersdorff hervor, dass die Landeskirche eine hohe Identifikation mit der Arbeit, den Aufgaben, den Mitarbeitenden und dem Gebäude habe. Dies drücke sich auch in dem Beschluss der Landessynode 2003 aus, den Hackhauser Hof als eine der zentralen Bildungseinrichtungen der EKiR zu erhalten und in den Um- und Ausbau der Gebäude zu investieren. Die Vertragsunterzeichnung sei ein Zeichen für die Zukunft, die Jugendbildungsarbeit am Hackhauser Hof sei sicher und zukunftsfest gemacht worden.

Kirche als Bildungsinstitution bedeute, lernende Gemeinde zu sein. Bildung sei sowohl Selbstbildung als auch Kompetenzerwerb, den Glauben zu leben. Die leitende Frage dabei ist: „Wie statten wir als Kirche junge Menschen aus, dass sie in dieser Gesellschaft gut leben können?“ Bildungsarbeit habe aber immer auch eine kritische Dimension, denn junge Menschen müssten in die Lage versetzt werden, Fehlleitungen in unserer Gesellschaft aufzuspüren und sich dagegen zu wehren.

Sowohl Freiheit als auch Bindung

Landesjugendpfarrer Breer wünschte der Einrichtung, „Freiheit und Bindung miteinander zu leben“. Der Vertrag böte auf der einen Seite die Sicherheit und Nähe der Kirche, auf der anderen Seite müsse Jugendarbeit immer auch eine kritische Haltung einnehmen dürfen.

Für die Leitung des Hauses bedankte sich Anja Franke beim Vorstand des Vereins und der Abteilung 4 des Landeskirchenamtes für die guten und fairen Vertragsverhandlungen, die als Zeichen für eine gelingende Zusammenarbeit zu werten sein. 

 

 

 

10.12.2003

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 11. Dezember 2003. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 11. Dezember 2003. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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