Landjugend

Mit einem Beitrag der Bundesjugendministerin

Eine „Biblische Provokation zur theologischen und pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen“ eröffnet das soeben erschienene Themenheft „Landjugend“ der Zeitschrift „Kirche im ländlichen Raum“

Mehr als 200.000 junge Menschen sind in der Landjugendarbeit aktiv. Mehr als 200.000 junge Menschen sind in der Landjugendarbeit aktiv.

Verfasser des Eröffnungsbeitrags für die 68-seitige Fachpublikation ist der AEJ-Vorsitzende Landesjugendpfarrer Steffen Jung. Er ermutigt in Auslegung einer Elisa-Erzählung (2Kön 6) alle, die mit jungen Menschen seelsorglich oder pädagogisch arbeiten, darauf zu vertrauen, dass Gott ihnen in den entscheidenden Situationen die Fähigkeit gibt, „Eisen schwimmen zu lassen, das Unmögliche möglich zu machen, das Schwere leicht werden zu lassen und Wege in die Freiheit zu ermöglichen.“

Dass dem „Bleibe im Lande und nähre dich redlich“ immer weniger junge Menschen folgen (können), bewegt auch Renate Schmidt, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, in ihrem Beitrag „Kinder und Jugendliche stärken – Einmischungspolitik für junge Menschen auf dem Land“. Sie schreibt: „Kinder- und Jugendpolitik muss einen Beitrag dazu leisten, dass der ländliche Raum Lebens-, Ausbildungs- und Arbeitsort bleiben kann.“

Differenzierte und zukunftsorientierte Bildung

Dies bedeute vor allem, „dass Kinder und Jugendliche auch hier differenzierte und zukunftsorientierte Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten erhalten“, so die Ministerin. Denn der Strukturwandel drücke dem Norden der neuen Bundesländer, aber auch alten Industrieregionen in den alten Bundesländern seinen Stempel auf: „Damit wandelt sich nicht nur die Bevölkerungsstruktur grundlegend; es ist eine wichtige Aufgabe der Sozial- und Strukturpolitik, die Infrastruktur in diesen Regionen zu sichern."

Trotz aller Sparzwänge stünden Länder und Kommunen in der Verantwortung, diese Angebote aufrecht zu erhalten und zu stärken. Dementsprechend kündigt die Ministerin für die Jahre ab 2004 einen neuen Förderschwerpunkt „Zukunftschancen junger Menschen in den Regionen Ostdeutschlands“ an.

200.000 Jugendliche engagiert

Im Themen-Heft „Landjugend“ der vom Ausschuss für den Dienst auf dem Lande in der EKD herausgegebenen Zeitschrift werden positive Trends gezeichnet. So entwerfen die drei Landjugendorganisationen Bund der deutschen Landjugend, Katholische Landjugendbewegung und Evangelische Landjugend in ihren Selbstportraits ein engagiertes Bild der Jugendarbeit in ländlichen Regionen: Allein etwa 200.000 Jugendliche in mehr als mehr als 9.000 Dörfern und Regionen engagieren sich in der Landjugendarbeit. Hinzu zu rechnen sind noch die kommunalen und verbandsunabhängigen ländlichen Jugendcliquen und –clubs.

Fachbeiträge und Werkstattberichte führen aus, wie Landjugendliche und ihre Jugendarbeit Partizipation verwirklichen, Politik inszenieren, den Kirchturmhorizont ernst nehmen, und doch stärker das „Regionale Dorf“ als erste Lebenswelt annehmen; wie sie für die beruflichen Zukünfte der jungen Menschen kämpfen, ohne den ethischen und gesellschaftlichen Rahmen auszublenden; wie sie Selbstbewusstsein durch Spaßaktionen und Erfolgsprojekte fördern. Zwei Aufforderungen zur Agrarpolitik im Interesse junger Menschen, Einschätzungen zur Jugendweihe und themenbezogene Film- und Buchbesprechungen runden das Themenheft ab.

Die 68-seitige Schrift „Landjugend“ kann für 3,75 Euro zuzüglich Porto bestellt werden bei: Kirche im ländlichen Raum, Postfach 1309, 57603 Altenkirchen, Telefon 02681/95 16 18, Fax 702 06, Email kilr@lja.de.

 

 

 

23.12.2003

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 23. Dezember 2003. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 23. Dezember 2003. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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