Erdbeben

Fürbitte und Spenden für den Iran

Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), ruft zu Spenden für die Erdbebenopfer im Iran auf

Verpflichtung zu greifbarer Hilfe: Präses Nikolaus Schneider. Verpflichtung zu greifbarer Hilfe: Präses Nikolaus Schneider.

Tod, Elend und Verwüstungen "bringen wir klagend vor Gott", so der Präses. "Aber unsere Fürbitte ist auch eine Verpflichtung zu greifbarer Hilfe", deshalb bitte er um Spenden zugunsten der Erdbebenopfer an die Diakonie Katastrophenhilfe. Schneiderdankte zugleich den rheinischen Kirchengemeinden, die schon am Sonntag Kollekten umgewidmet hatten für die Erdbebenopfer im Iran.

Partnerorganisationen der Diakonie Katastrophenhilfe haben bereits Mitarbeiter in die Region um Bam in der Provinz Kerman entsandt. Sie bringen Hilfsgüter wie Zelte, Decken, Medikamente, Heizgeräte und Lebensmittel auf den Weg. Sobald nähere Informationen über die Lage im Südosten des Iran vorliegen, sollen die Hilfsmaßnahmen in Absprache mit dem Roten Halbmond ausgeweitet werden.

Das Erdbeben mit einer Stärke von 6,3 auf der Richterskala hatte die Provinz Kerman im Südosten des Iran am frühen Morgen des 26. Dezember erschüttert. In der historischen Stadt Bam, die über 1000 Meter hoch liegt, wurden etwa 70 Prozent der Häuser zerstört, das Krankenhaus und zwei kleinere Kliniken wurden stark beschädigt.

Das Spendenkonto der Diakonie Katastrophenhilfe lautet: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70, Kennwort: „Erdbeben Iran“ oder online unter www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

30.12.2003

Inzwischen heißt es in einer Pressemitteilung der Diakonie-Katastrophenhilfe, vier Tage nach dem verheerenden Erdbeben benötigten die Opfer der Katastrophe weiterhin dringend Unterstützung. Die lokalen Partner der Diakonie-Katastrophenhilfe haben demzufolge in der Stadt Bam in einem der Lager für die Überlebenden die Versorgung mit Lebensmitteln und sanitären Anlagen übernommen. Mobile Trinkwassertanks sowie Toiletten und Duschen werden aus der Türkei in die Erdbebenregion gebracht.

Außerdem sei ein Transport mit Lebensmittelkonserven von Masshad auf dem Weg nach Bam. Weitere Lieferungen sind geplant. "Zunächst muss das Überleben der Erdbebenopfer in den nächsten Wochen gesichert werden", erklären Hannelore Hensle und Jürgen Lieser für Diakonie-Katastrophenhilfe und Caritas international, die zusammenarbeiten.

"Das darf jedoch nur der erste Schritt sein. Rund 100.000 Menschen haben ihr Hab und Gut und damit ihre gesamte Lebensgrundlage verloren. Die Versorgung mit Überlebensgütern muss durch nachhaltige Hilfe ergänzt werden, die eine Zukunftsperspektive aufzeigt." Mitarbeiter der Diakonie- und Caritas-Partner sind derzeit vor Ort im iranischen Erdbebengebiet, um den weiteren Hilfebedarf zu ermitteln.

 

 

 

29.12.2003

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 29. Dezember 2003. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 30. Dezember 2003. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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