Landessynode 2009

"Seelische Armut" von Kindern nimmt zu

„Vor vier Jahren haben wir einen Mittagstisch begonnen mit zehn Kindern, jetzt sind es siebzig bis achtzig“, erzählt Markus Zimmermann, Superintendent des Kirchenkreises Köln-Nord.

Superintendent Markus Zimmermann erlebt als Religionslehrer "versteckte Armut" von Kindern. LupeSuperintendent Markus Zimmermann erlebt als Religionslehrer "versteckte Armut" von Kindern.

Der Mittagstisch sei mehr als nur Essen, er habe auch eine soziale kommunikative Komponente. Oft blieben die Kinder nach dem Essen noch, machten Hausaufgaben, hätten einen Ansprechpartner. Zu Hause warte da häufig nur der Fernseher. In seiner Arbeit als Religionslehrer an einem Gymnasium erlebe er immer häufiger Kinder, die ihre Armut versteckten. Beispielsweise sagten Kinder, sie hätten ihr Buch vergessen. Ihm sei dann, dass es sich nur um eine Ausrede handle, um nicht zuzugeben, dass sie das Buch gar nicht kaufen könnten.

Neben der materiellen Armut sieht Zimmermann auch eine steigende „seelische Armut“ von Kindern. Vereinsamte Kinder, Kinder, die immer stärker dem Wettbewerb in allen Lebenslagen unterworfen seien. Sie sähen sich oft auf der Verliererseite. „Da höre ich oft das Wort Looser.“

 

 

 

ekir.de/Petra Anna Siebert /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 14. Januar 2009. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 15. Januar 2009. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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