Landessynode 2009

Neukonzeption: Polizeiseelsorge als landeskirchliche Aufgabe

Folgt die Landessynode 2009 der Vorlage der Kirchenleitung, so wird die Polizeiseelsorge in der Evangelischen Kirche im Rheinland umstrukturiert. „Neukonzeption der Polizeiseelsorge“ heißt die entsprechende Drucksache 6 zur Landessynode.

Es geht darum, die Polizeiseelsorge als landeskirchliche Aufgabe festzulegen. Demnach würde die bisherige Zuständigkeit der Kirchenkreise aufgegeben. Gleichzeitig ist die vorgeschlagene Neukonzeption auch ein Papier gegen die zersplitterte bisherige Konstruktion mit Sonderdienst, Wartestand, Ehrenamt und Teilzeit-Pfarrstellen.

Die Vorlage schlägt folgenden Personalschlüssel vor: eine Polizeiseelsorge-Pfarrstelle auf 6.000 Polizeibeamtinnen und -beamte. Bei rund 30.000 Polizistinnen und Polizisten zwischen Emmerich und Saarbrücken ergibt das den Plan von fünf Landespfarrstellen.

Konfrontiert von Schattenseiten

„Immer wieder sind Polizistinnen und Polizisten in ihrem Berufsalltag den Erfahrungen von Tod, von größtem menschlichem Leid ebenso wie von Schuld und Gewalt ausgesetzt und werden fast täglich mit den ,Schattenseiten' der menschlichen Existenz konfrontiert“, heißt es zu den Voraussetzungen der Polizeiseelsorge in der Drucksache 6.

„Die evangelische Polizeiseelsorge bietet Polizistinnen und Polizisten gerade im Umgang mit diesen extremen Erfahrungen verlässliche seelsorgliche Begleitung an.“ Praktisch heißt das: Polizeiseelsorge beinhaltet Seelsorge, Beratung und Begleitung, hinzu kommen u.a. berufsethischer Unterricht sowie spirituelle Angebote.

 

 

 

ekir.de/neu /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 7. Januar 2009. Die letzte Aktualierung erfolgte am Sonntag, 11. Januar 2009. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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