Landessynode 2009

Bildung als zentrales Thema im Blick

Bildung ist für die rheinische Kirche ein „zentrales Thema“ - seit der Reformation und bis heute in der Wissensgesellschaft. Das stellen die „Orientierungen der Evangelischen Kirche im Rheinland für die aktuelle Schul- und Bildungsdiskussion“ klar.

Die Vorlage an die Landessynode 2009 umreißt die „besonderen Herausforderungen in der gegenwärtigen Schul- und Bildungsdiskussion“. Dabei wird von einem umfassenden Bildungsverständnis ausgegangen. „Bildung meint den Zusammenhang von Wissen, Können, Wertebewusstsein und Haltungen.“ Dafür solle die Kirche auch künftig eintreten, heißt es in der Beschlussvorlage. Einer Verengung von Bildungsinhalten sei weiterhin entgegenzutreten.

Zu den weiteren Punkten der Drucksache 25 gehört die Zusage, in den eigenen Kindergärten, in der Jugendarbeit, in Schulen, Erwachsenen- und Familienbildung die Menschen in ihrem Lebenslauf mit Bildungsangeboten zu begleiten. Zugesagt wird die Etablierung von Qualitätsentwicklung und -sicherung bei den kirchlichen Bildungseinrichtungen.

Die Vorlage enthält das Plädoyer für den Religionsunterricht: „Evangelischer Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach in der Schule ist eine zentrale Konkretion religiöser Bildung.“

Außerdem ist das Thema Bildungsgerechtigkeit angesprochen: „Seit der Reformation ist Bildung nach evangelischem Verständnis immer auch Bildung für alle – kein Kind, kein Jugendlicher und kein Erwachsener soll als bildungsfern oder nicht mehr bildungsfähig verloren gehen.“ Nötig sei begabungsgerechte Förderung.

Klage erhebt das Papier im Blick auf den Ausschluss von Bildungschancen: „Armut verhindert Bildung und verfestigt soziale Ausgrenzung.“ Anschaffungen von Lernmitteln und Beteiligungen an Ausflügen reißen in die Haushaltskassen von Familien mit prekärem Einkommen riesige Löcher.  Bildungsnot durch materielle und seelische Armut will die Kirche öffentlich thematisieren und u.a. mit Hausaufgabenhilfen, Lernpatenschaften und Mittagstischen überwinden helfen.

Zu den weiteren Aspekten der Vorlage gehören der Blick auf Benachteiligungen bei der beruflichen Bildung, vor allem Zugangsprobleme für Jugendliche aus Hauptschulen und mit Migrationshintergrund sowie eine abwägende Beurteilung der Ganztagsschule.

 

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 7. Januar 2009. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 7. Januar 2009. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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