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Brief an Gemeinden und Pfarreien heute öffentlich unterzeichnet

Bischof und Präses machen Mut zu mehr gelebter Ökumene

EKiR-Pressemitteilung Nr. 162/2017

Mönchengladbach. Der Bischof von Aachen, Dr. Helmut Dieser, und der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, ermutigen die Mitglieder und Gemeinden ihrer Kirchen zur Vertiefung der ökumenischen Zusammenarbeit. Einen entsprechenden Ökumenischen Brief haben Bischof und Präses heute am Vormittag in der Hauptkirche in Mönchengladbach-Rheydt im Rahmen der Reformationssynode der evangelischen Kirchenkreise Aachen, Jülich, Gladbach-Neuss und Krefeld-Viersen unterzeichnet.

Mit dem Schreiben erhalten die Pfarreien und Kirchengemeinden in der Region das Muster für eine Rahmenvereinbarung für ökumenische Partnerschaften zwischen ihnen. Dazu schreiben der Bischof von Aachen und der rheinische Präses: „Ökumene war immer schon bereichernd, nun kommen neue Aufgaben auf uns zu. Es geht um eine kooperative Ökumene, die uns auch gegenseitig entlastet. Wir ermutigen daher zur Vereinbarung konkreter ökumenischer Gemeindepartnerschaften.“

In dem Brief bedanken sich der Bischof und der Präses, dass sich an vielen Orten ein selbstverständliches und gutes Miteinander entwickelt habe: „Wir wollen die Feier eines ökumenischen ,Christusfestes‘ zum Reformationsjubiläum zum Anlass nehmen, angesichts großer gesellschaftlicher und kirchlicher Umbrüche zu einer weiteren Vertiefung der ökumenischen Zusammenarbeit ermutigen.“ Diese sei grundgelegt in der „einen Taufe“, unterstreichen Rekowski und Dr. Dieser. Bereits 1996 haben die Evangelische Kirche im Rheinland und die auf ihrem Kirchengebiet zwischen Niederrhein und Saarland vertretenen katholischen Bistümer die gegenseitige Anerkennung der Taufe vertraglich vereinbart. „Darüber hinaus wissen wir uns getragen und ermutigt durch die wiederentdeckte Gemeinsamkeit in der Mitte des Glaubens, den Glauben an Jesus Christus und sein Evangelium“, betonen Präses Rekowski und Bischof Dr. Dieser.

In dem Ökumenischen Brief laden die beiden die Gemeinden zu einer Bestandsaufnahme der ökumenischen Zusammenarbeit ein, etwa im Bereich der Caritas und Diakonie und in den Bereichen der Katechese und der Liturgie. Im Sinne einer bereichernden Ökumene bitten sie, die Kooperationen auszubauen und neue Wege zu suchen. „Auch wenn die ökumenischen Gespräche, die auf vielen Ebenen noch geführt werden, noch Fragen offen lassen, möchten wir Sie zu einem neuen Schwung in der gelebten Ökumene vor Ort ermutigen.“ Dabei gelte es, die Unterschiede zu respektieren und auszuhalten, bis sich gute Lösungen zeigen.

Die Muster-Rahmenvereinbarung gilt für die Kirchengemeinden und Pfarreien im Bistum Aachen und in den evangelischen Kirchenkreisen Aachen, Jülich, Gladbach-Neuss und Krefeld-Viersen.

 

Hinweis an die Redaktionen: Den Ökumenischen Brief und das Muster für eine Rahmenvereinbarung für ökumenische Partnerschaften zwischen Kirchengemeinden und Pfarreien finden Sie hier.

Foto(s) von der heutigen Unterzeichnung können Sie hier zu Ihrer Verwendung herunterladen. Die Verwendung ist bei Quellenangabe „Foto: Evangelische Kirche/Gerry Böer“ honorarfrei.

Diese Pressemitteilung wird von den Pressestellen des Bistums Aachen und der Evangelischen Kirche im Rheinland verbreitet. Dadurch mögliche Mehrfachsendungen bitten wir zu entschuldigen.

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Mönchengladbach / EKiR-Pressestelle / 02.09.2017



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