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Es müssen nicht immer Rosen sein: Wer fair heiraten möchte, kann zu saisonalen Blumen aus regionalem Anbau greifen. Es müssen nicht immer Rosen sein: Wer fair heiraten möchte, kann zu saisonalen Blumen aus regionalem Anbau greifen

Broschüre

Nicht nur heiraten, sondern fairheiraten

Fair und nachhaltig zu handeln ist immer mehr Menschen wichtig. Dieses Grundprinzip lässt sich auch bei der Hochzeit beherzigen. Der Ratgeber „Ja, ich will! Nachhaltig und fair“ gibt Tipps rund um die Trauung.

Die vom Gemeindedienst für Mission und Ökumene (GMÖ) zusammen mit Partnern aus Kirche, Forschung und Eine-Welt-Arbeit herausgegebene Broschüre informiert Brautpaare, wie sie mit ihrem Fest Akzente für eine nachhaltigere und gerechtere Welt setzen können – von der Wahl der Trauringe und der Hochzeitskleidung über das Hochzeitsbuffet, den Blumenschmuck und die Geschenke bis hin zu den Flitterwochen.

Das Heft sensibilisiert für die weltweiten Auswirkungen unseres Handelns, beispielsweise für die Folgen des Goldabbaus für Arbeiter und Umwelt in Ländern des globalen Südens. Doch es gibt Siegel, die eine sozial gerechtere und ökologischere Goldgewinnung garantieren.

Für die Ringe fairen Schmuck oder Altgold wählen

„Suchen Sie nach Goldschmieden, die dieses Gold verarbeiten", heißt der Rat der Broschüre. Das ist beispielsweise möglich über den „Gold-Finder“ von Fairtrade Deutschland oder über Online-Recherchen nach fairem Schmuck in der Region. Eine andere nachhaltige Variante ist es, die Ringe aus Altgold herstellen zu lassen.

Auch bei der Hochzeitskleidung lassen sich nachhaltige Akzente setzen. „Vom schulterfreien Traumkleid oder der stilvollen Weste aus Bio-Seide über das individuell entworfene Upcycling-Brautkleid, elegante Leihhochzeitskleider oder -anzüge für den einen Tag bis hin zum Ethical-Fashion-Outfit im Casual-Stil können Sie als Brautpaar Ihre eigene Note zum Ausdruck bringen“, ermuntert der Ratgeber.

Hochzeitsmenü - möglichst saisonal und regional

Als Fußschmuck für den großen Tag kann man Schuhe wählen, die sich auch bei späteren Gelegenheiten noch einmal tragen lassen. Anderenfalls ließen sich Schuhe auch nach der Hochzeit auf dem Flohmarkt oder im Internet wieder verkaufen.

Für das Festessen rät das Heft: „Decken Sie Ihren Tisch mit saisonalen, regionalen, fair gehandelten und Bio-Produkten. So wird Ihr Hochzeitsessen vielfältig und variantenreich und Sie fördern zudem eine nachhaltige Landwirtschaft weltweit.“ Bei der Tischwäsche können die Gastber auf Fairtrade- und GOTS-zertifizierte Baumwolle achten.

Tischkärtchen aus Recyclingpapier

Die Tradition, einen Hochzeitsbaum zu pflanzen, findet großen Beifall bei den Autoren des Ratgebers. Ihr Tipp dazu: Fruchttragende Bäume, zum Beispiel Obstbäume, "sind ein besonders schönes Symbol für eine Hochzeit und geben vielen Tierarten ein Zuhause und Nahrung“. Kirche und Festsaal können mit saisonalen Blumen aus regionalem Anbau oder Fairtrade zertifizierten Pflanzen geschmückt werden. Für Einladungen, Dankesbriefe und Tischkärtchen kann das Brautpaar Recyclingpapier verwenden.

Auch in die Flitterwochen kann das frisch vermählte Paar fair verreisen, indem es beispielsweise auf eine Flugreise verzichtet. „Zudem sollten Sie darauf achten, dass die lokale Bevölkerung von der Reise profitiert und die Umwelt geschont wird“, empfiehlt der Ratgeber.

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ekir.de / sto, Foto: Anna Siggelkow / 22.08.2017



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