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Kirchentag Berlin Bühne auf dem Gendarmenmarkt: Oberkirchenrätin Barbara Rudolph mit Susanne Hermanns (r.).

Kirchentag Berlin – Wittenberg

Den „Stein der Hoffnung“ immer dabei

„Siehste! Geht doch!“ Das war die titelgebende Ansage beim Talk mit der rheinischen Oberkirchenrätin Barbara Rudolph auf der Open-Air-Bühne am Gendarmenmarkt beim Kirchentag in Berlin. In einem Quizspiel und beim Zusammenbauen von Papphockern durfte die Theologin außerdem ihre Kirchentagstauglichkeit beweisen.

„Innen- und Außenministerium in einem“, so bezeichnete Oberkirchenrätin Barbara Rudolph ihre Abteilung für Theologie und Ökumene in der Evangelischen Kirche im Rheinland. Was die Außenfunktion anging, konnte die 59-jährige Theologin eine beachtliche Liste geplanter Auslandsreisen aufzählen. Von afrikanischen Ländern wie der Demokratischen Republik Kongo, Namibia und Botswana, über einen Besuch bei der Rheinischen Kirche in Hongkong bis hin zu europäischen Zielen wie Brüssel und Prag und einer Visite bei der Waldenser-Partnerkirche in Italien.

Gerade in der Zusammenarbeit mit internationalen Partnern lässt sich nach Ansicht der Oberkirchenrätin viel lernen. So habe eine Ökumenische Visite von Partnerkirchen im Rheinland zu dem Rat geführt: „Plant weniger, vertraut mehr“. Eine Kirche habe gesagt, nicht die Zahl der Kirchenmitglieder sei wichtig, sondern die Größe der Aufgaben.

Eine Universität im Westen Tansanias

Direkt ins Motto „Siehste! Geht doch!“ führte die Frage nach einem Stein, den Barbara Rudolph immer mit sich trägt. Das sei der „Stein der Hoffnung“, antwortete sie und erzählte eine Geschichte dazu. Der Stein komme aus einer westlichen Provinz im Westen Tansanias. Die Provinz habe nur zehn Kilometer Asphaltstraße und die auch nur, weil alle Provinzen Tansanias zum 50. Jubiläum der Gründung vom Staat zehn Kilometer Asphaltierung bezahlt bekamen.

Eines Tages sei sie mit Vertretern der einheimischen lutherischen Kirche in der Provinz erst auf der asphaltierten Straße, dann auf Sandwegen gefahren. Dann kam eine huckelige Piste, dann eine gebirgige Strecke und zum Schluss stand man weit ab von jeder Zivilisation. An dem Ort erklärten ihr die Kirchenvertreter, man wolle dort eine Universität bauen.

Barbara Rudolph nahm daraufhin einen kleinen Stein vom Boden und sagte, das sei der „Stein der Hoffnung“. Wenn eine Universität entstehe, werde das Rheinland die Kapelle der Hochschule bezahlen. Inzwischen sei alles Wirklichkeit geworden.

Der erste Kirchentagsschal aus Hannover

„Welcher Schal gehört zu welchem Kirchentag“, fragte der  Moderator und Pressesprecher der rheinischen Kirche, Jens Peter Iven, bei einer Quiz-Einlage. Bernd Baucks, Finanzchef der rheinischen Kirche und ehemals beim Deutschen Evangelischen Kirchentag, unterstützte Barbara Rudolph.

Ganz sicher erkannten sie zwei von einem knappen Dutzend: den ersten lila Schal von Hannover 1983 mit der Aufschrift „für ein Nein ohne jedes Ja“ gegen die sogenannte Nachrüstung und den orangenen Schal aus Köln 2007. „Da ist noch Luft nach oben“, hieß es auch nach dem Zusammenbau von Kirchentags-Papphockern, die nicht ganz der Anleitung entsprachen.

 

 

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ekir.de / Ralf Thomas Müller / 27.05.2017



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