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Pfarre Stephan Schneider lässt Bischof Benson Bagonza den ersten Nagel in die symbolische Holzkirche schlagen. Pfarrer Stephan Schneider lässt Bischof Benson Bagonza den ersten Nagel in die symbolische Holzkirche schlagen.

VEM-Vollversammlung

Gemeinsam bauen an Gottes Haus

Abstecher von der VEM-Vollversammlung: Der tansanische Bischof Benson Bagonza besuchte den Gottesdienst mit Gemeindefest in Witzhelden, zeigte sich solidarisch mit der dort anstehenden Kirchensanierung und entsandte Delegation in seine Heimat.

Benson Bagonza ist einer der knapp 70 Delegierten der 7. Vollversammlung der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) in Wuppertal. Und am Sonntagvormittag hatte er – wie alle Abgeordneten – die Möglichkeit, einen Gemeindegottesdienst in der Region zu besuchen. „Ich halte das für eine sehr gute Gelegenheit, etwas vom deutschen Gemeindeleben mitzubekommen“, sagte Bagonza.

In Bagonzas Fall war der Besuch in Witzhelden im Kirchenkreis Leverkusen aber nicht nur ein Miterleben, sondern auch ein Mitwirken, denn der Bischof hielt auch die Predigt. Zu der Gemeinde und zum Kirchenkreis Leverkusen hat er eine besondere Beziehung: Seine Diözese (Karagwe) der Evangelisch-Lutherischen Kirche im Norden Tansanias pflegt seit 1985 eine Partnerschaft mit dem Kirchenkreis.

Und um diese Partnerschaft ging es auch in dem Gottesdienst. „Wir bauen gemeinsam an Gottes Haus, innerlich und äußerlich, in Witzhelden und im 8.000 Kilometer entfernten Tansania“, erklärte Gemeindepfarrer Stephan Schneider. Unter anderem wurde während des Gottesdienstes eine Delegation des Kirchenkreises verabschiedet, die sich in der kommenden Woche auf den Weg nach Tansania macht. „In der Karagwe-Diözese herrscht frohe Erwartung auf die Gäste“, sagte Bagonza im Gottesdienst. „Ich bin froh, sie heute mit auszusenden und gleichzeitig willkommen zu heißen.“

Über Höhen und Tiefen hinweg zusammenhalten

Die Bedeutung der Partnerschaft hob Bischof Bagonza auch in seiner Predigt hervor: „Sie ist die beste Art Zeugnis von Glauben in der globalisierten Welt zu geben.“ Wichtig sei, über alle Höhen und Tiefen zusammenzuhalten.

Eine der Tiefen in Witzhelden ist zurzeit die dringend notwendige Innensanierung der evangelischen Barockkirche, die in der Region auch liebevoll „der Alte vom Berg“ genannt wird. „Das Mauerwerk hat Risse“, sagt Stephan Schneider. Geschätzte Kosten: 550.000 Euro.

Nägel einschlagen und dadurch Spenden einnehmen

Als Zeichen seiner Solidarität mit seinen Geschwistern in Witzhelden schlug Bischof Bagonza beim anschließenden Gemeindefest den ersten Messingnagel in ein Holzmodell der Kirche. Weitere Nägel konnten beim Gemeindefest zum Preis gegen Spenden eingeschlagen werden – als Zeichen, dass die Kirchensanierung alle etwas angeht. Die Erlöse dieser Aktion sowie die der anderen Angebote sind für die Kirchensanierung bestimmt.

Beim anschließenden Rundgang über das Gemeindefest kam der Bischof mit Menschen aus der Gemeinde ins Gespräch, unter anderem mit Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie mit Frauen der Frauenhilfe. „Der Besuch in Witzhelden hat mir sehr gefallen“, sagte Bagonza zum Abschied.

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 30. Juni 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 30. Juni 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / cs / 30.06.2014



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