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Eröffnung der (Spenden-)Aktion 'Sprache ist der SChlüssel' in Aachen mit Präses Rekowski und Pfarrer Obrikat (vorn v. r.). Eröffnung der (Spenden-)Aktion "Sprache ist der SChlüssel" in Aachen mit Präses Rekowski und Pfarrer Obrikat (vorn v. r.).

Aachen

Kirchenkreis initiiert Sprachlerntreffs für Flüchtlinge

Mit Computern ausgestattete Sprachlerntreffs sollen die Integration von Flüchtlingen im Kirchenkreis Aachen fördern. Das Projekt "Sprache ist der Schlüssel" wird aus Spenden der Adventssammlung der Stiftung für Kirche und Diakonie des Kirchenkreises finanziert. 

Die diesjährige Sammlung "Sprache ist der Schlüssel" hat der rheinische Präses Manfred Rekowski eröffnet. Mit dem Geld will die Stiftung in den Kirchengemeinden rund um Aachen so genannte Sprachlerntreffs einrichten, in denen Flüchtlinge Deutsch lernen können.

Bei der vorweihnachtlichen Spendenaktion bekommen die 25.000 evangelischen Haushalte im Raum Aachen in den nächsten Tagen einen persönlichen Spendenaufruf mit der Bitte, die Flüchtlingsarbeit im Kirchenkreis finanziell zu unterstützen. Neben Geld für den Kauf von Software-Lizenzen für das Computer-Sprachlernprogramm "Rosetta Stone" wird auch um die Spende alter Laptops gebeten, auf denen es installiert werden kann.

Lernen und Kontakt knüpfen

Der Stiftungsvorsitzende, Pfarrer Martin Obrikat, hofft, dass mit Hilfe der Adventssammlung mindestens hundert Sprachlerntreffs in den 13 evangelischen Kirchengemeinden zwischen Blankenheim in der Eifel und Baesweiler nördlich von Aachen als Anlaufstellen für Flüchtlinge eingerichtet werden können.

Dort sollen Flüchtlinge mit Hilfe der Laptops selbstständig Deutsch sprechen üben. "Die ehrenamtlichen Helfer betreuen die Treffs und stehen als Ansprechpartner und Kontaktpersonen zur Verfügung", erläuterte Obrikat. "Freundschaften können entstehen, Vorurteile und Ängste abgebaut werden."

Sprache als Schlüssel für Integration

Deutsch sprechen zu können sei der unerlässliche Schlüssel zur Integration, sagte der Theologe. Bisher gebe es viel zu wenig professionelle Sprachkurse für Flüchtlinge, die Zahl der Plätze sei begrenzt, die Wartezeiten sehr lang.

Mangelnde Sprachkenntnisse führten dazu, dass Flüchtlinge die Chance der Integration gar nicht nutzen können, erklärte der Stiftungsvorsitzende. Viele Ehrenamtliche bemühten sich zwar sehr, diese Lücke zu schließen, es fehle ihnen jedoch an gutem Handwerkszeug. Das soll die Aktion ändern.

Beeindruckende Arbeit

Präses Rekowski erklärt: „Ich bin beeindruckt von der gelungenen Flüchtlingsarbeit im Kirchenkreis Aachen, und auch diese Spendenaktion geht in die richtige Richtung." Bundeskanzlerin Angela Merkel habe gesagt: „Wir schaffen das.“, aber die Frage sei jetzt: „Wie schaffen wir das?“

Und deshalb ist der Präses überzeugt, "nur wenn die Flüchtlinge die deutsche Sprache lernen – und das können sie mit den Spenden für dieses Projekt an den Laptops – dann schaffen wir das wirklich.“

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epd; ekir.de / cb, neu / 26.11.2015



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