Rund 13.000 Gäste kamen aus dem Rheinland nach Sachsen

Präses Schneider über den Kirchentag in Dresden: „Es war mir eine Freude“

Vorlesen

Pressemitteilung Nr. 61/2011

Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, hat zum Abschluss des 33. Deutschen Evangelischen Kirchentags in Dresden eine positive Bilanz gezogen: „Begeistert hat mich, dass der Kirchentag kein Fremdkörper in Dresden war. Weil nur etwa 20 Prozent der Menschen hier einer christlichen Kirche angehören, hatte ich durchaus Bedenken, wie es wird. Aber die Lebendigkeit und Fröhlichkeit der Kirchentagsbesucherinnen und -besucher hat Dresden mitgerissen. Es war mir eine Freude, dies mittendrin zu erleben“, sagte Präses Schneider, der auch Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland ist, heute Mittag nach dem Abschlussgottesdienst, der auf beiden Elbufern gefeiert wurde.

Der Kirchentag habe sich intensiv mit politischen Fragen beschäftigt, so Nikolaus Schneider: „Das ist auch verständlich, denn es gibt drängende Fragen, über die wir reden müssen: der Ausstieg aus der Atomenergie, Rolle und Aufgabe der Bundeswehr und auch die Probleme, die die Globalisierung mit sich bringt.“ Die Diskussionen, die er erlebt habe, seien dabei von der Frage geprägt gewesen: Was fordert Gottes Wort von uns, die wir die Welt als menschenfreundlich Ort gestalten sollen? „Auch dieses intensive Nachdenken über das Wort Gottes hat diesen Kirchentag geprägt. Und ich habe Gottesdienste erlebt, die gezeigt haben, wie mitreißend und einladend wir Christenmenschen Gottes Botschaft verbreiten durch unser Feiern, Beten und Singen.“ Dabei sei der Abschlussgottesdienst bei strahlendem Sonnenschein ein echter Höhepunkt gewesen; nicht zuletzt wegen der engagierten Predigt der Frankfurter Pfarrerin Ulrike Trautwein. Präses Schneider gratulierte Kirchentagspfarrer Joachim Lenz (Enkirch/Mosel) ausdrücklich zu der gelungenen Gottesdienstgestaltung: „Dieser Gottesdienst hat gezeigt, dass würdiges Feiern und ausgelassene Kirchentagsbegeisterung gut zueinander passen.“

Unter den knapp 120.000 Dauergästen, die seit Mittwoch in der sächsischen Landeshauptstadt Kirchentag gefeiert haben, waren alleine rund 13.000 aus dem Bereich der rheinischen Landeskirche. Zahlreiche Rheinländer waren zudem mit Bibelarbeiten, Gottesdiensten, Bühnenprogrammen und kulturellen Veranstaltungen an der Programmgestaltung beteiligt.

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 6. Juni 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 6. Juni 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

Dresden / EKiR-Pressestelle / 06.06.2011