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Hexenhäuschen Das Märchen von Hänsel und Gretel könnte zu den süßen Hexenhäuschen inspiriert haben.

11. Dezember 2015

Hexenhäuschen

In vielen Familien gehören Hexenhäuschen aus Lebkuchen, Zuckerguss und Süßigkeiten zur Adventszeit. Was aber hat ein Hexenhäuschen überhaupt mit Advent zu tun?

Ein religiöser Sinn steckt wohl nicht hinter diesem Brauch, er hat eher mit dem bürgerlich besinnlichen Fest zu tun, zu dem sich die Weihnachtszeit im 19. Jahrhundert entwickelte. Die Familien sangen am adventlich geschmückten Wohnzimmertisch Lieder und lauschten Geschichten und Märchen. In diese Stimmung hinein kam Ende des 19. Jahrhunderts Engelbert Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“ gerade recht, die so zur Weihnachtsoper schlechthin wurde und das Hexenhäuschen in die Stuben brachte.

Wer es lieber literarisch mag, kann sich auf ein Gedicht von Hans Sachs berufen, sofern das Hexenhäuschen als Knusperhäuschen an das Schlaraffenland erinnert. Das lag für den Nürnberger Schuhmacher, Dichter und Meistersinger „drei Meilen hinter Weihnachten“. Wer sich auf den Weg in diese paradiesische Landschaft macht, „der muss sich großer Ding vermessen und durch ein Berg mit Hirsebrei essen, der ist wohl dreier Meilen dick.“

 

 

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ekir.de / Foto: Wikimedia Commons / Daniel Schwein / 11.12.2015



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