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Foto: chrisandre/pixelio.de Leuchter für das jüdische Chanukka-Fest

15. Dezember 2015

Weihnukka

An Chanukka feiern jüdische Familien das Lichterwunder, das sich bei der Wiedereinweihung des zweiten Jerusalemer Tempels im Jahr 164 vor Christus ereignete: Acht Tage lang brannte der siebenarmige Leuchter, obwohl Öl für nur einen Tag vorhanden war.

Was aber, bitte schön, ist Weihnukka? Das Jüdische Museum Berlin gibt Auskunft: „Wenn die christlich dominierte Mehrheitskultur alljährlich in weihnachtliche Stimmung verfällt, beginnt für viele Juden ein Konflikt, der in den USA mit dem Begriff ,December Dilemma’ bezeichnet wird.“ Sie lösen dieses Dilemma, indem sie Tannenbaum und Chanukka-Leuchter zusammenbringen.

Die Bezeichnung „Weihnukka“ hat dabei durchaus einen ironischen Unterton, sie kam auf, als Familien assimilierter deutscher Juden im 19. Jahrhundert ihre Wohnzimmer mit einem Tannenbaum schmückten. Ob jemand eher ein Weihnachtstyp ist oder ein Chanukkatyp, verrät ein Quiz auf der Internetseite des Jüdischen Museums Berlin: www.jmberlin.de/weihnukka.

 

 

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ekir.de / Foto: chrisandre/pixelio.de / 15.12.2015



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