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Foto: Birgit/pixelio.de "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit" ist auf der Grundlage von Psalm 24 entstanden.

18. Dezember 2015

„Macht hoch die Tür“

Lieder können Herzen und Hände bewegen. „Macht hoch die Tür“, das erste Lied im Evangelischen Gesangbuch, ist ein Beispiel dafür. Die Geschichte ist im Advent des Jahres 1623 in Königsberg geschehen.

Sie handelt von einem wohlhabenden Kaufmann, der sein Anwesen mit einem starken Zaun umgeben hatte, um unliebsame Gäste abzuwehren. Es kümmerte ihn nicht, dass er damit auch einen Weg zusperrte, auf dem die Bewohner eines Siechenhauses bislang in die Stadt gelangt waren.

Ratsherren und Kirchenobere protestierten, trafen jedoch nur auf taube Ohren. Bis der evangelische Pfarrer Georg Weissel mit seinem Kirchenchor und den Bewohnern des Siechenhauses vor das Eingangstor des Anwesens zog und ein Lied anstimmte, das er einige Zeit zuvor auf Grundlage des 24. Psalms gedichtet hatte: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“. Kaum war der stimmgewaltige Gesang verklungen, öffnete der Kaufmann den Durchgang zur Stadt und hat ihn nie wieder verschlossen.

 

 

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ekir.de / Foto; Birgit/pixelio.de / 18.12.2015



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