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Walnüsse Besonders die Walnuss fand Eingang in die christliche Symbolik.

19. Dezember 2015

Nüsse

Warum Nüsse in die Adventszeit gehören, hat Knecht Ruprecht dem Dichter Theodor Storm mitgeteilt: „Denn Äpfel, Nuss und Mandelkern essen fromme Kinder gern“, sagt der Gehilfe des Nikolaus.

Mit Früchten und Naschwerk weckt er deshalb die Vorfreude auf die Ankunft des Christkinds: „Morgen sollt ihr was Besseres haben. Dann kommt mit seinem Kerzenschein Christkindlein selber zu euch herein.“ Storm hat mit seinem „Knecht Ruprecht“ die Nüsse fest ins adventliche Gedächtnis ganzer Generationen geschrieben.

Nüsse sind seit Jahrhunderten Bestandteil der Advents- und Weihnachtszeit und haben auch Eingang in die christliche Symbolik gefunden. Das gilt besonders für die Walnuss. Der Kirchenvater Augustin bezeichnet ihre harte Schale als ein Zeichen für das Kreuz Christi und der nahrhafte Kern ist Sinnbild für den Auferstandenen.

Auch bei einem Zeitsprung ins 11. Jahrhundert ist das Bild noch lebendig. Adam von St. Viktor, der Kantor an Notre Dame in Paris, vergleicht in einer Weihnachtsmesse Christus mit einer Nuss. Heute liegen Nüsse zwar immer noch auf Advents- und Weihnachtstellern, ihre christliche Symbolik ist jedoch längst verblasst.

 

 

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ekir.de / Foto: Wikimedia Commons / Wolfgang Floedl / 18.12.2015



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