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Anschlag in Berlin

Fassungslos angesichts der Brutalität

„Wir sind fassungslos vor dieser Gewalt, vor dieser Menschenverachtung und vor dieser Brutalität“, sagt nach dem Anschlag von Berlin der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland in einem Video, das er in seinem Blog veröffentlicht hat. Die Möglichkeit, der Opfer zu gedenken, bietet eine Online-Gedenkseite auf trauernetz.de.

Rekowski stellt der Gewalt vom Breitscheidplatz in Berlin die Botschaft Jesu Christi entgegen, dessen Geburt die Christinnen und Christen am bevorstehenden Weihnachtsfest feiern: „Jesus hat Frieden gepredigt, Gewaltlosigkeit gelebt und Liebe zu den Menschen gebracht.“

„Meine Gedanken und Gebete sind bei den Opfern, den Toten und Verletzten“, hatte der oberste Repräsentant der rheinischen Kirche bereits am späten Abend des Anschlagtags via Facebook geäußert. „Ich denke besonders auch an mir vertraute Menschen (auch aus meiner Familie), die in Berlin leben und arbeiten. Der Schrecken ist mir seit 20.45 Uhr sehr nahe gekommen.“

Fernsehen überträgt Trauer- und Fürbittgottesdienst

Den ökumenischen Trauer- und Fürbittgottesdienst in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche - also unmittelbar am Anschlagsort - überträgt die ARD live. Beginn ist um 18 Uhr. Bischof Markus Dröge von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hält eine kurze Ansprache. Zu den weiteren Mitwirkenden gehören u.a. Erzbischof Heiner Koch, Archimandrit Emmanuel Sfiatkos, Vorsitzender des Ökumenischen Rats Berlin-Brandenburg, Rabbiner Andreas Nachama und Imam Kadir Sanci, Vorstandsmitglied und Imam des Bet- und Lehrhauses House of One, Berlin.

Bonns Superintendent: Gott schenkt Mut, Trost und Zuspruch

Der Bonner Superintendent Eckart Wüster, auch Mitglied der Kirchenleitung, weiß, dass viele in Bonn und der Region an die Menschen in Berlin denken. "Die Erfahrung, die wir Christen eng mit Weihnachten verbinden, nämlich dass Gott dem Menschen Mut, Trost und Zuspruch schenkt, die brauchen nun vor allem diejenigen, die unter dem furchtbaren Anschlag in Berlin zu leiden haben." Superintendent Wüster nimmt am Abend des Tags nach dem Anschlag an der Schweigeminute auf dem Bonner Weihnachtsmarkt teil.

Essens Superintendentin: Nicht von Hass überwältigen lassen

„Tod und Leid auf dem Berliner Weihnachtsmarkt erschrecken mich zutiefst", erklärte die Superintendentin des Kirchenkreises Essen, Marion Greve. "Auf Weihnachten zugehen heißt in diesem Jahr: mich nicht gewöhnen an das, was ist. Meine Stimme erheben für den Frieden, gegen alle, die unbeirrt auf Terror und Gewalt versessen sind“, sagte die leitende Theologin des Kirchenkreises Essen. „Es kommt der Friedefürst – wir dürfen uns auf keinen Fall vom Hass überwältigen lassen."

Kölner Kirchen geöffnet

Kölns Stadtsuperintendent Rolf Domning erklärte: "Unsere Gedanken, Herzen und Gebete sind mit den Menschen, die auf so grausame Weise einen Angehörigen oder gute Freunde verloren haben, und auch bei denen, die an diesem Abend körperlich und seelisch verletzt wurden." Gemeinden im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region öffnen heute sowie in den nächsten Tagen angesichts des Anschlags auf dem Berliner Weihnachtsmarkt ihre Kirchenpforten - unabhängig von den regulären Öffnungszeiten. Sie laden ein zu Andachten und zum gemeinsamen Beten. Damit setzen sie auch ein Zeichen gegen Gewalt und Terror.

Gedenkseite ist online

In ihrem Online-Angebot trauernetz.de hat die Evangelische Kirche im Rheinland eine Gedenkseite für die Opfer des Anschlags in Berlin eingerichtet. Zahlreiche Menschen nutzen diese Möglichkeit, entzünden virtuell eine Kerze und schreiben ein Gebet oder Worte des Beileids auf.

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ekir.de / sb, jpi, neu / 20.12.2016



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